(26.Nov.15) Abstimmungsergebnis des Rates der Stadt Gladbeck B224/A52

Der Rat der Stadt Gladbeck hat in der Sitzung am 26.11.15 über die "Vereinbarung zum geplanten Neubau der A52 im Zuge der B224 auf GLA Stadtgebiet" zwischen Stadt, Land u. Bund (s.Tischvorlage) namentlich abgestimmt:

 JA = 37    Nein = 4    Enthaltung = 4

Hier finden Sie dazu den Beschluss, die "Präsentation aus der Ratssitzung zum Ausbau der B224 zur A52" und ein Link zum B224 Ausbau der Stadt.

Die Ratsentscheidung bedeutet, dass Gladbeck dem vorliegenden Angebot von Bund und Land zugestimmt hat und in Gladbeck den Ausbau der B224 zur A52 zwischen Essen-Nord bis AS Buer-West aktepiert. GLA bekommt
 - ein 1,49 km kurzen Tunnel (Phönixstr. - Landstr.),
 - eine erweiterte Lärmschutzwand (8 m hoch vgl.hier) östlich der Landstraße, Flüsterasphalt
 - ein Erdwall mit Steinkörben als Schutz des AK vor Wittringen,
 - darf sich Gladbeck an den Kosten (2 Mio €) beteiligen.
-- noch mehr Transitverkehr durch die Stadt
-- einschränkte Zu- und Abfahrt zur A52

Die Sitzung wurde von ca.120 Teilnehmer einer angemeldeten Demonstration der Grünen Jugend Gladbeck und Bürgern aus verschiedenen Initiativen aus Gladbeck und den Nachbarstädten begleitet. Die Ratsmitglieder betraten das Rathaus unter einem gellenden Pfeifkonzert der Demonstrierenden.

Kritik gab es an den wenigen Plätzen für die Öffentlichkeit und der Vergabe von Eintrittskarten. Die von 40 auf 62 erweiterten Zuschauerplätze sollen mit 50% an die Öffentlichkeit, der Rest an die Fraktionen verteilt worden sein. Im Saal waren aber deutlich mehr Befürworter als Gegner, was die WAZ Online Umfrage nicht wiederspiegelt (15% voten "Ja, mit dem Ergebnis kann man leben"). Für den Rest war ein Sitzungsraum mit Tonübertragung verfügbar. Die Zuschauer wurden an jeder Tür durch reichlich Ordnungskräfte geleitet und die Eintrittsberechtigung geprüft.

Beim Ratsbürgerentscheid 2012 haben die Gladbecker Bürger ihre ablehnende Haltung zu den A52-Ausbauplänen deutlich zum Ausdruck gebracht. Der Ratsbeschluss entwertet den als demokratische Errungenschaft gelobte Ratsbürgerentscheid vom 26.11.15  da er der Weg für den Ausbau der B224 zur A52 und das Autobahnkreuz A2/A52 geebnet hat. 

Das Bürgerforum wird die Entdemokratisierung des Ratsbürgerentscheids von 2012 nicht hinnehmen und erwägt kurzfristig bei der Stadt Gladbeck einen Antrag auf ein Bürgerbegehren stellen, das in seiner Gestaltung der Fragestellung des Ratsbürgerentscheids von 2012 entspricht. Konsequenterweise sind ähnliche Sachverhalte, gerade mit so immenser Bedeutung wie die Pläne zum Autobahnbau, gleich zu behandeln, so dass ein Ratsbürgerentscheid zwingend notwendig ist.

Bis zur Realisierung gibt es noch einige Stolpersteine, die wir im Sinne der Gladbecker Bürger kritisch hinterfragen werden (Einhaltung Lärm- u. Feinstaubgrenzwerte, längeren Tunnel, Einfluss auf Land/Grabenstraße).

Berichterstattung der WDR Lokalzeit (7min,mp4) zum A52-Beschluss des Stadtrates sowie zur vorherigen Demo. Mit Interviewpartnern beider Seiten. Der Stadtspiegel (lokalkompass) kommentiert "A52: Ein schwarzer Tag für die Region" und die WAZ (der westen) meldet "Gladbecker Rat beschließt den Ausbau der B224 zur A52".

06.11.2015 | 08:09 Uhr

Die dreitägige Planungswerkstatt zur Gladbecker Haldenwelt findet vom 11. bis 13. November im Bildungs- und Begegnungszen-trum Brauck (BBzB) an der Roßheidestraße 40 statt. Planer und Experten suchen dort die verbindende Idee für die Haldenwelt, um daraus dann einzelne Maßnahmen zu entwickeln.

Für Bürger und Politik geöffnet wird die Werkstatt am Donnerstag, 12. November, ab 18 Uhr. Sie können dann den Planern im wahrsten Sinne des Wortes einen Blick über die Schulter werfen. Ab 14.30 Uhr öffnet sich am Freitag erneut die Tür für die Öffentlichkeit, dann werden Ergebnisse präsentiert, wird gemeinsam diskutiert.

Die Stadt setzt wegen des enorm langen Prozesses auf eine dauerhafte Transparenz. An den Werkstatttagen wird auch deshalb das sogenannte „Graphic Recording“ eingesetzt – die Entwicklungen werden visuell fixiert. Sabine Brinkmann, Ingenieuramt: „So wird für jeden Bürger nachvollziehbar, was diskutiert wurde.“

Planungswerkstatt Haldenwelt startet in der nächsten Woche im Braucker BBzB | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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