(03.Juni.17) "Pressemitteilung zu Schreiben an Regierungspräsidium Münster: BF-GLA fordert Ende der Planfeststellungverfahren für die A52"

In einem Schreiben an das Regierungspräsidium Münster, der für die Planfeststellung der A52 zuständige Behörde, bittet das Bürgerforum dafür Sorge zu tragen, dass die Planfeststellung wegen erheblicher Mängel der jetzigen Verfahren nicht mehr weitergeführt wird.

Zur Begründung führt das Bürgerforum unter anderem aus, dass seit der Offenlegung der Pläne für den Südabschnitt nunmehr 9 Jahre vergangen sind. Der nordrhein-westfälische Straßenbetrieb als Bauherr hat zu den insgesamt über 3.000 teils hoch qualifizierten Einwendungen bis heute nicht Stellung genommen. Die längst überfälligen Erörterungstermine sind bis heute nicht festgelegt. Seit dem Beginn des Verfahrens haben sich aber die gesetzlichen Grundlagen zum Schutz von Mensch und Umwelt und die Prognosen für den zu erwartenden Verkehr wesentlich verändert. Insbesondere ist die mit dem damaligen Antrag vorgelegte Umweltverträglichkeitsprüfung unzureichend, sie beruht teilweise noch auf Daten aus dem letzten Jahrhundert. Auch für den zweiten Abschnitt, also das Autobahnkreuz A52 /A2 sind seit der Offenlegung mehr als 2 Jahre vergangen. Die gesetzliche Frist von drei Monaten zwischen Offenlegung und Erörterungstermin wurde ohne Begründung nicht beachtet. 

Der gesamte Lückenschluss müsse, so das Bürgerforum, einheitlich beurteilt werden können. Die willkürliche Zerstückelung verschleiere die Risiken für die Menschen der Region und berge ein hohes Prozessrisiko. Für den Gladbecker Abschnitt - mit oder ohne Tunnel - gebe es weder eine konkrete Planung noch einen Planfeststellungsantrag.

„Es kann doch nicht sein“, erklärt Dr. Norbert Marißen, der Vorsitzende des Bürgerforums, „dass die Frage, ob und wie eine A52 gebaut wird, angesichts unklarer Zielvorgaben und einer nicht mehr erklärbaren Verschleppung des Verfahrens seit fast einem Jahrzehnt wie eine Bedrohung über der Stadt und der Region hängt. Die durch Straßen NRW verursachte Untätigkeit der Planfeststellungsbehörde bringt, je länger sie anhält, immer mehr Nachteile für die betroffenen Städte und viele ihrer BürgerInnen.“ Die jetzt vom Bundestag beschlossene, neue Straßenbaugesellschaft des Bundes müsse, so das Bürgerforum, ein neues, für den gesamten Abschnitt einheitliches Verfahren mit aktuellen Planungen, Gutachten und Prognosen beantragen.


(02.Mai.17) "Feinstaub-Messungen"

2017 05 19 FS KarteIn Gladbeck gibt es eine, in Essen vier LANUV Luftmessstationen. Um eine detailiertere Übersicht der Feinstaubbelstung zu erhalten, beteiligen wir uns an dem Aufbau einer flächendeckenden Feinstaubmessung des OK Lab Lab, und dem Ruhrmobil e.V. welche die offiziellen Mess­ergebnisse der LANUV ergänzen soll (ein GLA-Sensor ist in der Feinstaub-Karte).

Feinstaub Sensor BausatzDazu wollen wir in Gladbeck und Umgebung möglichst viele Low-Cost (~35,€) Messgeräte aufstellen. Das kleine Gerät misst zyklisch Feinstaub PM2,5/PM10, Luftfeuchte, Temperatur und sendet sie an einen Server des OK Lab der damit eine Feinstaub-Karte darstellt.
Dazu benötigen wir Ihre Unterstützung. Bitte Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wenn Sie einen Sensor aufstellen und/oder erwerben wollen. Wir bauen den Sensor für Sie und stellen ihn bei Ihnen auf. Für den Betrieb benötigt das Gerät nur einen WLAN-Zugang und ca. 2,50€ Strom/Jahr. Mehr Informationen hier (ppt)

Falls Sie mehr Informationen (ppt) Informationen haben wollen,  kommen Sie zu unseren Treffen oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Siehe auch WAZ "Ich mess' meinen Feinstaubmessung selber". Wie sich der Feinstaub im Laufe des Jahres 2015 entwickelt hat, hat der Spiegel in einer Animation dargestellt.


(08.Mai.17) "Kommentar zu den Politikerantworten zu den dramatischen Unfallzahlen auf der B224"

Bürger fragen, Politiker antworten – oder auch nicht…

Im April hat das Bürgerforum eine Umfrage an die Landtagskandidaten geschickt, was sie gegen das DRAMATISCH hohe Unfallaufkommen auf der B224 in Gladbeck zu tun gedenken. Geantwortet haben SPD, CDU und Die Linke. Wie schon bei anderen Themen antwortet die grüne Kandidatin gar nicht.

Leider müssen wir feststellen, dass für alle drei die Überschrift zutrifft: Sie geben sich keine Mühe, auf die geschilderte Problematik konkret einzugehen Niemand macht brauchbare Vorschläge, wie die Höhe der Unfallzahlen (189 schwere Unfälle in 5 Jahren) reduziert werden kann. Und erst recht verspricht niemand, sich für geeignete Maßnahmen einzusetzen. Nicht einmal Tote und Schwerstverletzte scheinen die Politiker aufzurütteln, um jetzt Tempolimits o.ä. einzuführen, um Menschenleben zu schützen. Schade! Michael Hübner (SPD) unterstützt, was Bürgermeister Roland im Rat vorgeschlagen hat: ein eindeutiges Schild mit einem auffälligen Lichtsignal solle vor dem Stau warnen; für die Anbringung sei StraßenNRW zuständig. Offensichtlich ist diese Kosmetik für ihn eine ausreichende Maßnahme. Dr. Martin Lange (CDU) gibt dem BF zwar recht, dass man der Unfallhäufigkeit und –schwere entgegenwirken müsse. Gerade deswegen sieht er im Ausbau zur A52 eine Notwendigkeit und die ideale Strategie der Unfallvermeidung. Und als Sofortmaßnahme verweist er nur allgemein auf die generellen Möglichkeiten des Landes, an Bundesstraßen verkehrsberuhigende Maßnahmen zu ergreifen, scheinbar ohne nähere Kenntnis des an der B224 Machbaren und ohne Interesse daran, eine Initiative zu unterstützen. Ralf Michalowsky (Die Linke) antwortet mit dem Zitieren der „Erklärung der Kreisverbände DIE LINKE. Essen, Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen sowie der Fraktion DIE LINKE. im RVR“, die sich generell gegen den Ausbau der B224 zur A52 wendet, geht aber mit keinem Wort auf die Frage nach Sofortmaßnahmen gegen das aktuelle Unfallgeschehen ein.

 Hier finden Sie die Antworten:


(10.Mai.17) "Das Bürgerforum nimmt mit einem eigenen Team an der Aktion Stadtradeln teil"

Zum fünften Male ist Gladbeck (als Gemeinde in der Metropole Ruhr) beim Stadtradeln mit dabei - im Jahr 2017 feiert das Fahrrad noch dazu seinen 200. Geburtstag (s.a. Stadtspiegel, WAZ)

Schon in der Vergangenheit haben viele Mitglieder und FreundInnen des Bürgerforums diese Aktion unterstützt. In diesem Jahr haben wir uns entschlossen, es mit einem eigenen Team zu probieren, um uns auch auf diese Weise in der Stadtgesellschaft zu präsentieren.

 Melden Sie sich an unter: www.stadtradeln.de. Registrieren Sie sich, wenn Sie dies in der Vergangenheit noch nicht gemacht haben. Sie suchen dann als Gemeinde: "Gladbeck (in der Metropole Ruhr)"  und wählen als Team das Bürgerforum-Gladbeck aus.

Viel Spaß beim Radeln - vom 20.Mai bis zum 09.Juni 2017 zählen alle mit Ihrem Fahrrad zurückgelegten km für die Umwelt und als Zeichen für die Popularität und Sinnhaftigkeit des Fahrradfahrens -
ökologisch unbedenklich; platzsparend; langsam genug, um eine vergleichsweise geringe Gefahr im Straßenverkehr darzustellen - Rücksichtnahme auf andere VerkehrsteilnehmerInnen ist (trotzdem) Pflicht - und schnell genug, um den PKW bei der Mehrzahl der innerstädtischen Wege in Punkto Zeiteinsatz auszustechen, emissionsfrei und leise, schnell und effizient.

"Mit dem Fahrrad hat der Mensch die Evolution überholt" behauptete schon 1979 Hans-Erhard Lessing in Das Fahrradbuch (bei rororo erschienen, Reinbek) und stellt in einer Grafik anschaulich dar, dass es keine Fortbewegungsart für Tier und Mensch gibt, die dem Fahrrad an Effizienz (Energieeinsatz im Verhältnis zur zurückgelegten Strecke) gleich kommt.


(30.Apr.17) "Was unsere Politiker so über aktive Bürger sagen"

Der Artikel (pdf hier) aus dem Coolibri-Magazin von April 2017 zur Betuwe-Route zeigt wie die offizielle Politik in unangemessener Weise mit den Gefahren des Verkehrs und den Sorgen der Bürger umgeht, nicht nur betreffend die A52. Dass NRW-Verkehrsminister Groschek, dem ersten Anblick nach selbst ein kleiner Gernegroß, dem Bericht zufolge Aktivisten von Bürgerinitiativen als „arbeitsplatzvernichtende Vorgartenzwerge“ beschimpft, ist schon starker Tobak. Das passt nahtlos zur Groschekschen Entgleisung, mit der er Gegner der A52 öffentlich als „egoistische Frührentner“ beleidigt. Und dazu gehört auch der völlig unangemessene Ausfall des Gladbecker Bürgermeisters, der Frontleute des Bürgerforums durch den als „kleinmütige Angsterzeuger“ demütigt. Dass der Rechtsdirektor der Gladbecker Stadtverwaltung jetzt unter dem Briefkopf „Der Bürgermeister“ die Arbeit des Bürgerforums pauschal als seit Jahren betriebene „Desinformationspolitik“ in den Dreck zu ziehen versucht, ist eine besonders üble Schmähung. Aus Unfähigkeit, sich mit berechtigten Sorgen der Bürger sachlich auseinanderzusetzen, reagiert so unser Rathaus ziemlich erbärmlich, zum Beispiel auf die Herausgabe des „Plädoyers für eine bessere Mobilität…“, mit dem wir uns detailliert und sachlich mit dem Fern- und Regionalverkehr durch Gladbeck befassen.

Am vergangenen Samstag haben die Kölner und Düsseldorfer Karnevalsvereine gegen den Extremismus der AfD demonstriert. Ihr närrisches Fazit: man solle über jene Herrschaften einfach lachen, weil sie Argumenten nicht zugänglich seien. Das sollten wir uns auch im Umgang mit den Politikern zu Herzen nehmen, die Lärm und Dreck von Lkws über das Wohl ihrer Wähler und den erwiesenen Verlust von Lebensqualität vieler Menschen stellen. Sozialdemokratisch, christdemokratisch oder gar grün ist das nicht. Ihr Verhalten wäre eher einfach lächerlich, wenn es nicht so traurig wäre: Statt für blauen Himmel über der Ruhr zu kämpfen sorgt unsere gewählte Elite für immer dickere Luft in unseren Siedlungen. Sie richten nicht wiedergutzumachenden Schaden für die Menschen an.

Außer Spott und Häme haben wir aktuell eine konkrete Chance zu zeigen, was wir von den heftigen Verbalinjurien und der dahinter stehenden Geisteshaltung der Autobahnfreunde unter den Politikern halten: bei der bevorstehenden Landtagswahl sollten wir all denen, die sich aus Eigeninteresse oder im Interesse irgendwelcher Hintermänner gegen den erklärten Willen der Bürger stellen, unsere Stimme verweigern.


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