(12.Nov.15) Planungswerkstatt Haldenwelt

Planungswerkstatt Haldenwelt startet in der nächsten Woche im Braucker BBzB  (Quelle: WAZ 06.11.2015)

Die dreitägige Planungswerkstatt zur Gladbecker Haldenwelt findet vom 11. bis 13. November im Bildungs- und Begegnungszentrum Brauck (BBzB) an der Roßheidestraße 40 statt. Planer und Experten suchen dort die verbindende Idee für die Haldenwelt, um daraus dann einzelne Maßnahmen zu entwickeln.

Für Bürger und Politik geöffnet wird die Werkstatt am Donnerstag, 12.11.15, ab 18 Uhr. Sie können dann den Planern im wahrsten Sinne des Wortes einen Blick über die Schulter werfen. Und am Freitag 13.11.15 14.30 Uhr werden Ergebnisse präsentiert und gemeinsam mit der Öffentlichkeit diskutiert .

Die Stadt setzt wegen des enorm langen Prozesses auf eine dauerhafte Transparenz. An den Werkstatttagen wird auch deshalb das sogenannte „Graphic Recording“ eingesetzt – die Entwicklungen werden visuell fixiert.

Siehe auch: WAZ 5.11.15 "Haldenwelt erhät neues Gesicht" (als pdf). 

Planungswerkstatt Haldenwelt startet in der nächsten Woche im Braucker BBzB
06.11.2015 | 08:09 Uhr

Die dreitägige Planungswerkstatt zur Gladbecker Haldenwelt findet vom 11. bis 13. November im Bildungs- und Begegnungszen-trum Brauck (BBzB) an der Roßheidestraße 40 statt. Planer und Experten suchen dort die verbindende Idee für die Haldenwelt, um daraus dann einzelne Maßnahmen zu entwickeln.

Für Bürger und Politik geöffnet wird die Werkstatt am Donnerstag, 12. November, ab 18 Uhr. Sie können dann den Planern im wahrsten Sinne des Wortes einen Blick über die Schulter werfen. Ab 14.30 Uhr öffnet sich am Freitag erneut die Tür für die Öffentlichkeit, dann werden Ergebnisse präsentiert, wird gemeinsam diskutiert.

Die Stadt setzt wegen des enorm langen Prozesses auf eine dauerhafte Transparenz. An den Werkstatttagen wird auch deshalb das sogenannte „Graphic Recording“ eingesetzt – die Entwicklungen werden visuell fixiert. Sabine Brinkmann, Ingenieuramt: „So wird für jeden Bürger nachvollziehbar, was diskutiert wurde.“

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http://www.derwesten.de/staedte/gladbeck/planungswerkstatt-haldenwelt-startet-in-der-naechsten-woche-im-braucker-bbzb-aimp-id11258239.html#plx1283754915


(29.Okt 15) Studie: Verkehrslärm beeinflusst Lebensqualität und Gesundheit

Bochum/Frankfurt (idr). Verkehrslärm hat Auswirkungen auf die physische und psychische Lebensqualität sowie auf die Gesundheit, wenn auch geringer, als in der Öffentlichkeit oft angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt die Lärmwirkungsstudie NORAH (Noise-Related Annoyance, Cognition and Health), die ein Forscher-Konsortium unter Leitung der Ruhr-Universität Bochum erstellte. Heute wurden die Ergebnisse in Frankfurt präsentiert.

Die bislang umfassendste Studie zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Verkehrslärm zeigt differenzierte Ergebnisse. Effekte auf den Blutdruck sind demnach nicht nachweisbar. Jedoch ist das Risiko für Depression und Herzschwäche erhöht. Bei Herzinfarkten und Schlaganfall gibt es keine klaren Ergebnisse.
Weiter wiesen die Wissenschaftler nach, dass Fluglärm Menschen stärker stört als Straßen- oder Schienengeräusche. Fast fünf Jahre lang dauerten die Forschungen zur Lärmwirkungsstudie. Die Untersuchungen fanden am Flughafen Frankfurt und in der Rhein-Main-Region sowie an den Vergleichsstandorten Köln/Bonn, Berlin und Stuttgart statt.


(08.Okt 15) IHK-Meldung "Wegbrechende Pendlerströme"

In einem Artikel des IHK-Nordwestfalen Wirtschaftsspiegels 10-2015 wird belegt: Für die Pendler der Region brauchen wir die A52 wirklich nicht.

Mit dem drastischen Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung (-15,9%, RE, BOT sogar -21,5%) belegt die IHK Münster, die sonst ohne Argumente aber hartnäckig für den Bau der A52 durch Gladbeck kämpft, dass es für die Autobahn keinen Bedarf gibt!  Die Zahl der Pendler, die heute noch die B224 benutzen wird nach ihren eigenen Feststellungen dramatisch sinken


(01.Okt 15) Pressemitteilung "Grüner Umweltminister bezieht Position zu A 52 durch Gladbeck"

Das Umweltministerium in Düsseldorf bringt neue Bewegung in die Diskussion um die Verkehrssituation in Gladbeck. In einem Schreiben des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW an das Bürgerforum formuliert der zuständige Beamte unter ausdrücklicher Berufung auf seinen Minister wörtlich:

„Ein Bau der A52 durch Gladbeck gegen eine demokratische Mehrheitsentscheidung der Bürgerinnen und Bürger Gladbecks ist nicht erkennbar und würde von unserem Haus nicht unterstützt werden.“  
„Wir freuen uns“, sagt Bürgerforum-Vorsitzender Matthias Raith, „dass sich der Landesumweltminister als maßgebender Repräsentant der Grünen ganz offensichtlich von den Verkehrspolitikern in Berlin und Düsseldorf Land absetzt. Uns wird immer klarer: Die Lösung der Mobilitätsprobleme der Region wird nicht allein von der Verkehrspolitik geleistet. Sie kann nur zusammen mit den in Land und Bund verantwortlichen Umwelt- und Gesundheitspolitikern gefunden werden.“ Eine eigenständige Positionierung der „grünen“ Ministerien der Landesregierung sei nicht nur bei anderen Großvorhaben, wie zum Beispiel dem „Newpark“ im Kreis Recklinghausen, dringend erforderlich, sondern auch beim Schutz der Gladbecker Bevölkerung vor dem unnötigen und schädlichen Vorhaben A52.  
Das Bürgerforum Gladbeck hat Minister Remmel jetzt schriftlich für die Klarstellung seiner Position gedankt und darauf hingewiesen, dass sich die im Ratsbürgerentscheid erklärte Meinung der Gladbecker auch auf das überdimensionierte Autobahnkreuz A52 / A2 im Pelkumer Feld in Gladbeck bezieht. Insbesondere hier, so führen die Aktivisten in ihrem Scheiben aus, beabsichtigten die Straßenplaner in unzulässiger Weise in eine besonders schützenswerte Umwelt einzugreifen.  
„Wir setzen“, sagt Raith, „auf Minister Remmel und andere verantwortungsbewusste Politiker, um eine modellhafte Alternative zur dauerhaften Zerschneidung unserer Stadt zu erarbeiten. Dies wird den Menschen, der Umwelt und allen Verkehrsteilnehmern besser gerecht werden als der anachronistische Bau eines Autobahntorsos auf Gladbecker Gebiet. Unser ‚Plädoyer für eine bessere Mobilität‘ kann dazu sicherlich gute Hinweise geben.“  (Archiv).

Der Stadtspiegel veröffentlicht "UmweltMinisterium lehnt A52 durch Gladbeck ab".


(23.Okt.15) Aktuelles zu Plädoyer und Bayern

Die Vorstellung des "Plädoyer für eine bessere Mobilität" am 15.09.15 durch unseren Vorsitzenden Herrn M. Raith hat in der in der Presse positive Reaktionen. Der Stadtspiegel GLA schreibt "Die Entscheidung naht".

Weiterhin ereifern sich die Printmedien über den 200 Mio teuren Tunnelbau im bayrischen Oberau, drei Tunnel in Dobrindts Wahlkreis, unser Bürgermeister Roland fordert Gleichbehandlung sowie der WDR in der Lokalzeit-Ruhr.Der StadtSpiegel berichtet über OB Roland's "Ja" zur großzügigen Tunnellösung. Chronologisch geordnet in unserem Archiv

Gladbeck ist nicht Oberau
Der Gladbecker Bürgermeister ist ganz offensichtlich ein mutiger Mann. Wenn er sich im Vorfeld des Treffens in Berlin am 03.11. persönlich mit dem Bundesverkehrsminister anlegt, obwohl er doch eigentlich von ihm viel zusätzliche Millionen Euro für eine bürgerverträgliche Maximallösung haben möchte, schlägt er nach der Hand, die ihn füttern könnte. Auf den ersten Blick ist die Forderung nach Gleichbehandlung von Gladbeck mit der Gemeinde Oberau in Bayern nachvollziehbar. Denn die Causa Oberau, mitten im Wahlkreis von Alexander Dobrindt gelegen, hat zweifelsohne ein „Geschmäckle“. Ob hier aber wirklich Gleiches ungleich behandelt wird, kann indessen -auch jenseits topografischer Unterschiede - bezweifelt werden.

Aus Sicht der Straßenplanung und Verkehrslenkung geht es bei der B2 in Oberau um eine Umgehungsstraße. Sie verfolgt das Ziel, den Fernverkehr samt allen seinen Immissionen aus der Oberauer Ortslage herauszuhalten. In Gladbeck dagegen geht es um den Versuch, eine neue Autobahn quer durch die Innenstadt zu verlegen, also zehntausenden Bürgern erheblich mehr Immissionen zu bescheren als bisher. Dabei löst ein Tunnel von nur 1,5 km Länge kein Immissionsproblem, sondern er verschlimmert die Situation für die im Gladbecker Stadtgebiet gelegenen Tunnel-Rampen erheblich. Anders als in Oberau wird in Gladbeck die naheliegende, preiswerte und schnell zu realisierende Umgehungslösung über bestehende Autobahnen außer Acht gelassen.

Politisch wird in Oberau das umgesetzt, was das Land und die offizielle Stadtpolitik gemeinsam mit den Bürgern und ihren Initiativen seit Jahren einmütig fordern. In Gladbeck dagegen haben sich die Bürger mit beeindruckender Mehrheit gegen den Missbrauch ihrer Stadt für eine neue Autobahn ausgesprochen. Wenn jetzt Teile der offiziellen Politik versuchen sollten, die A52 gegen die erklärte Meinung ihrer eigenen Bürger dennoch durchzusetzen, dann ist das – anders als in Oberau – weder politisch noch planerisch eine geeignete Grundlage für die Durchsetzung bzw. Finanzierung des Baus.

Das Planfeststellungsverfahren zeigt die Unterschiede zwischen Gladbeck und Bayern am deutlichsten: Der dem Oberauer Bau zugrunde liegende Planfeststellungsbeschluss ist längst bestandskräftig. Alle Beteiligten wollen die Befreiung vom Durchgangsverkehr, das Verfahren wurde ordentlich geführt. In Gladbeck dagegen verstoßen die Planfeststellungsanträge, die die zuständigen Behörden vorgelegt haben, wegen ihrer kleinteiligen Stückelung und falschen Begründung gegen zwingendes Recht. Die Verfahren sind auf tausendfachen Widerstand von betroffenen Bürgern und Institutionen gestoßen, sie werden seit Jahren verschleppt. 

Im Vorfeld des Berliner Treffs zeichnet sich ab, dass Bund und Land am 03.11. der Stadt die Konstellation als „alternativlos“ vorschlagen werden, welche die Bürger in Gladbeck abgelehnt haben: Eine Ortsdurchfahrt per Autobahn mit einem maximal 1,5 km langem Tunnel samt einem vom Land und der Stadt kofinanzierten Städtebau-Deckel und einem Autobahnkreuz mit Überflieger hoch über Wittringen.

Sollte Herr Roland aus Berlin zurückkommen ohne eine klare Zurückweisung dieser Vorstellung, bräuchte er dann wirklich seinen ganzen Mut. Denn er würde sich mit den Bürgern anlegen, die ihn gewählt haben. Er hat den Gladbeckern den „Abbruch der Planungen zur A52 auf Gladbecker Gebiet“ (Text Stimmzettel Ratsbürgerentscheid vom 25.03.2012) versprochen. Wenn er demnächst versuchen sollte, die Lösung zu vertreten, die die Gladbecker abgelehnt haben, wäre offenbar, dass SPD-Mann Roland mit den Berliner Gesprächsversuchen nur ein paar früh startenden CDU-Wahlkämpfern in die Falle gegangen wäre. Er begäbe sich in die Gefahr, die Stadtgesellschaft zu spalten und würde schon im Wahljahr 2017 die lokale Mehrheit der ihn tragenden Partei aufs Spiel setzen.

Gladbeck könnte trotzdem von Oberau lernen. Wir sollten uns wie die Bayern endlich gemeinsam für eine bessere Mobilität in der Region samt Befreiung unserer Innenstadt vom Fernverkehr einsetzen. Wir sollten uns endlich von dem Mythos A52 lossagen. Anders als in Bayern können wir die dringenden Verkehrsprobleme unserer Region ohne unnötigem Beton, Asphalt und schädlichen Verkehr mitten durch unsere Stadt lösen. Wie man eine solche positive Mobilitätspolitik zum Erfolg bringen kann, hat das Bürgerforum Gladbeck in seinem „Plädoyer“ detailliert dargelegt.