(06.Sept 18) StrassenNRW A52 Infoveranstaltung"

Der Landesbetrieb Strassenbau NRW aus Bochum („StraßenNRW“) lädt ein zu einer

"Infoveranstaltung zum Ausbaustand A52"
am Donnerstag, den 06. September von 16 bis 19 Uhr
in der Mathias-Jakobs-Stadthalle, Friedrichstr.53, in 45964 Gladbeck.

Präsentiert werden soll der Stand der Planungen für die A52, insbesondere zu den Vorhaben auf Gladbecker Stadtgebiet, also dem Mammutkreuz mit der A2 am Wittringer Park und der Durchquerung der Gladbecker Innenstadt auf der Trasse der heutigen B224.
Augenscheinlich versucht der landeseigene Autobahnplaner den Eindruck zu erwecken, dass seine Arbeit konsequent auf einen nicht mehr vermeidbaren Bau der A52 zulaufe, dass also weiterer Widerstand gegen das für Gladbeck außerordentlich gefährliche Vorhaben zwecklos sei.

Der Vorstand des Bürgerforums Gladbeck bittet alle seine Mitglieder und Freunde sowie alle Bürger der Stadt und der Region, die dem Autobahnbau kritisch bzw. ablehnend gegenüberstehen, möglichst zahlreich zu der Veranstaltung zu kommen. Bitte zeigen Sie den zuständigen Bearbeitern, dass die Bevölkerung von Gladbeck die Autobahn aus guten Gründen nach wie vor ablehnt und für die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität von Gladbeck kämpfen wird.

In Wahrheit präsentiert sich der Landesbetrieb mit leeren Händen.
Es gibt zurzeit noch keinerlei belastbare Planungen - weder für die offene Trasse, die der Bund haben möchte, noch für einen Teiltunnel, von dem so mancher Stadtpolitiker träumt. Der Landesbetrieb selbst ist nicht in der Lage, die erforderlichen Ingenieurplanungen durchzuführen, obwohl das ja eigentlich seine Aufgabe wäre. Die deshalb erforderliche, europaweite Ausschreibung der Planungsarbeiten ist noch nicht abgeschlossen. Wann und an welches Unternehmen aus welchem EU-Land ein Auftrag vergeben wird, ist ungewiss. Ab Arbeitsbeginn, soviel steht aber offenbar schon fest, soll die Vor(!!)-Planung nach 3 Jahren vorliegen. Frühestens dann wird absehbar sein, welche der Varianten überhaupt realisierbar ist, und was die Bauausführung grob geschätzt kosten wird. Wer diese Kosten tragen wird, ist mangels einer verbindlichen Vereinbarung weiterhin unklar. Der Bund verweigert schon heute die Finanzierung eines Tunnels. Das Land und erst recht die Stadt Gladbeck können und dürfen sich anstelle des Bundes nicht zum Ersatz-Autobahn-Finanzierer aufschwingen. Die dann drohende offene Autobahn durch die Innenstadt und ihre Siedlungen wäre für die Gladbecker eine Katastrophe und für unsere Stadt das Ende ihrer positiven Entwicklung. Da die Erarbeitung des Planfeststellungsantrages erst auf Basis einer gesicherten Finanzierung, also allenfalls reichlich nach erfolgter Vorplanung erfolgen kann, werden wir noch viele Jahre warten müssen, bis wir das voraussichtliche Ende des Vorhaben erleben.

Es wundert nicht, dass die bislang vom Landesbetrieb veröffentlichten Zeitpläne völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Die begonnenen Planfeststellungsverfahren (Bottroper Gebiet und A2-Kreuz) stecken fest. Die schon vor Jahren präsentierten Planungen sind überholt, sie müssen an maßgeblichen Stellen verändert werden und sollen den betroffenen Bürgern zu einem späteren Zeitpunkt nochmals offengelegt werden.

Bei der Veranstaltung am 6. September versucht der Landesbetrieb mit der Präsentation der vor wenigen Wochen fertiggestellten Umweltverträglichkeitsuntersuchung für die Gladbecker Ortsdurchfahrt Stimmung zu machen. Das Gutachten wurde von einem Bochumer Unternehmen durchgeführt, das seinen Sitz ebenso wie die für die Planung zuständige Niederlassung des Landesbetriebs am dortigen Hellweg hat. Die UVP ist auf der Website des Landesbetriebes veröffentlicht. Sie leidet unter dem generellen Makel, dass die Prüfung der Machbarkeit der A52 und ihrer Umweltauswirkungen nicht von der zuständigen Planfeststellungsbehörde, also der Münsteraner Bezirksregierung, sondern vom Vorhabenträger „StraßenNRW“ in Auftrag gegeben worden ist. Sie befürwortet die Trassierung der A52 durch Gladbeck, enthält aber unverkennbar schwere Mängel. Beispielsweise wurde die Beeinträchtigung des Wittringer Parks nicht untersucht; die Belastungen der Anwohner mit Autogiften in den Stadtbereichen, die auf keinen Fall untertunnelt werden (z.B. Gladbeck Ost und Brokamp-Siedlung) werden zwar benannt, aber abgetan mit lächerlichen Vorschlägen wie Lärmschutzwänden und offenporigem Asphalt. Diese Maßnahmen reduzieren sicherlich den Lärm, sie sind aber zur Zurückhaltung von Schadgasen prinzipiell ungeeignet. Praktizierter Umweltschutz soll also so aussehen, dass die lebensbedrohliche Vergiftung tausender Menschen mit Stickoxiden und Feinstäuben im Interesse der Wirtschaft und des Güterverkehrs hingenommen werden soll.

Gladbecker: wehrt euch! Zeigt unseren Politikern und ihren Helfern, dass sie die Planungen stoppen oder Gladbeck (siehe Braunkohlenrevier) zugunsten der A52 komplett umsiedeln müssen.


(19.Juli 18) Leserbrief "Demokratieverständnis, nicht A52 ist Gegenstand des Urteils"

Der Bürgermeister reservierte seinen Freunden die besten Plätze im Zuschauerraum des Ratssaals. Seine Ehefrau ließ er in der ersten Reihe sitzen. Die anderen mussten nach hinten oder sogar draußen bleiben. Damit überdehnte er die Möglichkeiten, die sein Amt ihn gibt, meint auf die Klage der „Linken“ mit ausführlicher und plausibler Begründung das Verwaltungsgericht.

Auch nach 15 Jahren im Amt des Bürgermeisters gelingt es Herrn Roland nicht, sich als Vorsitzender des Rates angemessen, souverän und beherrscht zu verhalten. Dafür stehen die skandalösen Äußerungen zur ehemaligen Bürgermeisterin Maria Seifert oder der rüde Umgang mit dem Ratsherrn Franz Kruse (Eine Klage gegen den Bürgermeister ist noch anhängig.). Die Linke und die CDU beschweren sich laufend über die überwiegend parteiische Sitzungsleitung des Bürgermeisters. Nicht zu vergessen: die Drohung während einer Ratssitzung gegen Mitglieder des Bürgerforums, sie als „kleinmütige Angsterzeuger“ gewaltsam hinauszubefördern. Johannes Raus an Politiker gerichtete Empfehlung, zu versöhnen statt zu spalten, ist Roland offensichtlich fremd.

Zahlreiche Beschwerden über das Verhalten des Gladbecker Ratsvorsitzenden erreichten Landrat Süberkrüb (SPD), der aber seinen Parteigenossen stets ungeschoren davonkommen lies. Erst ein von den Linken eingeschaltetes Gericht schreitet nun ein und zeigt dem Bürgermeister seine Grenzen. Es verwundert nicht, dass es Roland an Einsichtsfähigkeit fehlt und er sofort Berufung ankündigt. Obwohl der Bürgermeister ein eigenes Rechtsamt führt, lässt er die Arbeiten lieber von einem privaten Anwaltsbüro erledigen. Das ist zwar teuer, ein finanzielles Risiko geht er jedoch nicht ein. Im Falle der Berufungsniederlage zahlt alles der Gladbecker Steuerzahler. Spätestens aber, wenn er auch in zweiter Instanz verliert, stellt sich die Frage, ob er sein Amt weiter ausüben sollte.

Dr. Norbert Marißen
Bürgerforum Gladbeck, Vorsitzender

s.a. "LB WAZ"


(07.Juni 18) Datenschutzerklärung

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end FAQ

 
Neu: Homepage nun mit SSL
Im Mai 2018 haben unsere Homepage mit einem SSL-Zertifikat ausgestattet. Dadurch werden die bisherigen https:// Aufufe auf das sichere httpS://// Internetprotokoll umgelenkt. Falls Sie noch auf einen http-Link in unserer homepage stoßen sollten, zeigt Ihr Browser eine Warnmeldung. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, damit wir den Link anpassen können. Danke.


(22.Juni 18) LANUV warnt vor Hitzebelastung in Gladbeck

LANUV untersucht Klimawandel in Nordrhein-Westfalen,
Über 5 Millionen Bürgerinnen und Bürger in NRW von großer Hitzebelastung betroffen

Nach einer Studie des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) sind fünf Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen bereits heute von besonders großen Hitzebelastungen betroffen.

Wie stark einzelne Gemeinden im Ruhrgebiet von der Hitzebelastung betroffen sind, kann auf der LANUV-Webseite abgerufen werden. In dicht hoch bebauten Innenstadtbereichen ohne Grünflächen besteht die Gefahr, dass sich sogenannte Wärme- oder Hitzeinseln bilden. Es leiden insbesondere Menschen mit Vorerkrankungen, einer geringeren Fitness, ältere Menschen oder Kleinkinder unter z.B. Kreislaufprobleme, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen oder Erschöpfung.

Städte mit besonders großen Hitzebelastungen betroffenen Menschen:

  • Köln (654.000 Betroffene, 62 % der Gesamtbevölkerung),
  • Düsseldorf (430.000 Betroffene, 70 % der Gesamtbevölkerung)
  • Duisburg (311.000 Betroffene, 63 % der Gesamtbevölkerung)
  • Hilden (38.000 Betroffene, 70 % der Gesamtbevölkerung)
  • Gladbeck (46.000 Betroffene, 61 % Gesamtbevölkerung)
  • Langenfeld (34.000 Betroffene, 58 % Gesamtbevölkerung)
  • Gronau (24.000 Betroffene, 51 % Gesamtbevölkerung) können Hitzeinseln und damit hohe Zahlen von Betroffenen aufweisen.

Hier sind die Politiker und Stadtplaner gefragt die Grün- und Wasserflächen und Bepflanzung zu erhöhen, helle Fassaden beim Hausbau einzusetzen und die Versiegelung von Flächen zu verringern oder zu vermeiden, um Hitzebelastungen abzumildern. Durch die Verdunstung von Wasser durch Pflanzen wird Wärmeenergie verbraucht und damit die Umgebungsluft abgekühlt. Im städtebaulichen Planungsprozess ist es erforderlich Ausgleichsräume und Kaltluftleitbahnen zu schaffen um ein Luftaustausch kühlerer Luft von städtischen Außenbereichen in die Innenstädte zu ermöglicht. Klimaökologisch bedeutsame Flächen sind zu schützen. Für Gladbeck: Festwiese mit Halde Steinstraße darf nicht dem A52-Bau geopfert werden! 

Das Thema „Folgen des Klimawandels: Hitzebelastungen in Innenstädten“ ist unter anderem Teil des LANUV-Jahresberichtes 2017 ist zu finden unter www.lanuv.nrw.de/landesamt/veroeffentlichungen/publikationen/jahresberichte/

Die Datenbank mit Projektionen zu Hitzebelastungen von Gemeinden, Städten und Kommunen ist zu finden unter
www.lanuv.nrw.de/klima/fis-klimaanpassung-nordrhein-westfalen/planung/parameter/

Weitere Informationen und Daten zum Klimawandel und den Klimafolgen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter
www.lanuv.nrw.de/klima/

Die Ergebnisse des LANUV einenen Klima-Monitorings sind zu finden unter
www.lanuv.nrw.de/kfm-indikatoren/

Details zu dieser Infosehen in der LANUV Pressemitteilung.

Presse: WDR-Lokalzeit


(13.Mai 18) Pressemitteilung: Bericht zur Planung der A52 im GLA Haupt u. Finanzaussschuss am 07. 05.2018 - eine Märchenstunde?

Mit deutlichem Befremden reagiert das Bürgerforum Gladbeck auf den Bericht der Stadtverwaltung zum Planungsstand der A52 vor dem Haupt- und Finanzausschuss vom 07. Mai 2018. „Den von Stadtbaurat Dr. Kreuzer erweckten und von den Medien wiedergegebenen Eindruck, dass jetzt endgültig für die teilweise untertunnelte A52 entschieden sei, können wir“ so Dr. Norbert Marißen, der Vorsitzende der Vereinigung, „beim besten Willen nicht nachvollziehen“. Die vom Straßenbetrieb NRW beabsichtigte, doppelte Ausschreibung sowohl für die offene Verkehrsführung nach den Vorgaben des Bundes als auch für einen Tunnel nach den Wünschen von Land und Stadt setze eine verbindliche Einigung zwischen Bund und Land über die Aufteilung der Planungs- und Baukosten voraus. Hierzu habe Herr Dr. Kreuzer trotz gezielter Nachfragen keinerlei belegbare Angaben machen können. Seine Berufung auf alte, von der Stadtverwaltung erstellte und schon 2015 veröffentlichte, in Eigenarbeit erstellte Dokumente gebe hierzu nichts her, da diese nicht auf Verhandlungen bzw. Vereinbarungen zwischen Bund und Land beruhten und zudem den verbindlich dokumentierten Bauabsichten des Bundes widersprächen.
Das Bürgerforum weist darauf hin, dass die Vertreter des Landesbetriebes in der Ausschusssitzung vom 18. Januar 2018 ausdrücklich erklärt hätten, dass Bund und Land die Planungs-, Bau- und Kostensituation vor Beginn der Ausschreibung zu klären hätten. Dies sei offensichtlich noch nicht erfolgt. Man werde jetzt angesichts der verwirrenden Nachrichten aus dem Rathaus versuchen, eine klare Auskunft der Bundes- und der Landesregierung zur Art des beabsichtigten Ausbaus, zum Umfang der baulichen und finanziellen Beteiligung des Landes, zur maximalen Höhe dieser Beteiligung und zu den hierzu mit dem Bund getroffenen, verbindlichen Vereinbarungen herbeizuführen.
Darüber hinaus stellt das Bürgerforum klar, dass entgegen bestimmter öffentlichen Darstellungen das Ausschreibungsverfahren noch nicht begonnen habe. Die hierzu erforderliche Leistungsbeschreibung gebe es noch nicht. Selbst die „Bekanntgabe“, die angeblich im März 2018 erfolgt sei, sei noch nicht im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Wie das Vergabeverfahren aussehen werde, wann es komme und ob der Bund entgegen seinen eigenen, limitierten Bauabsichten („offene Galerielösung“) die zusätzliche und außerordentlich komplexe Planung eines Tunnels erlauben und bezahlen werde, bleibe abzuwarten.

Siehe auch Stellungnahme/Pressemitteilung von Hr. Kruse u. Presse: WAZ u. StSp