(Juli.19) Das Bürgerforum trauert um Andreas Gastreich

andreas g sw Andreas Gastreich
1961 - 2019

Ein ganz toller Gefährte

Unser lieber Freund Andreas ist von uns gegangen. Bis zum 18.07.2019 hat er die Bürde seiner schweren Krankheit gefasst erduldet.

Er lebte und liebte Gladbeck mit großer Leidenschaft und engagierte sich von Anfang an im Bürgerforum-Gladbeck mit eifrigem Engagement als Vorstandsmitglied und als Webmaster. Durch die konsequente Nutzung seines geliebten Fahrrads und der öffentlichen Verkehrsmittel lebte Andreas Gastreich tagtäglich seine klimaneutrale Mobilitätsform und bewies beeindruckend dass ein Leben auch ohne Auto im Ruhrgebiet möglich ist.

Wir sind unermesslich dankbar für einen tollen Menschen, den wir ein Stück seines großartigen Lebensweges begleiten durften.

In unseren Gedanken und Handeln lebt Andreas weiter, denn er hat uns ein starkes Vermächtnis hinterlassen, welches wir in Würde ehren werden. Der Abschied von einem vertrauten Menschen fällt schwer, vor allem da er als Freund gegangen ist.

Wir wünschen Dir da Oben alles Gute,
Deine Weggefährten vom Bürgerforum Gladbeck

Die Trauerfeier ist am Sa, 17.08.19, 11:00, Zentralfriedhof-Kapelle Gladbeck-Mitte.


(09.Sept 19) nächstes Treffen

Unser nächstes regelmäßiges offenes Treffen, am zweiten Montag im Monat, findet am:
       Montag, den 09.09.19, 18:00 Uhr  im Haus Kleimann-Reuer, Hegestr.89, 45966 Gladbeck
statt. Beachte: am 08.07. und 12.8.2019  KEIN Treffen und wegen Ruhetag nicht mehr in der Alten Post.

Tagesordnung zur nächsten Sitzung:

  1. --- wird baldmöglichst bekannt gegeben ---
  2. Sonstiges

Aktuelles siehe hier in unserem Dokumentenarchiv!
Alle Mitglieder, sonstige Interessenten und die Vertreter der Medien sind wie immer herzlich willkommen.
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(30.April 19) B224 muss Umweltzone werden

In ihrer zweiten Antwort verweigert Ministerin Heinen-Esser (CDU) weiter die Einbeziehung der B224 in die Umweltzone Ruhr. Sie verweist auf die europaweite Bedeutung der Straße, so dass die Warendurchfuhr nur bei "zwingenden Erfordernissen des Umweltschutzes" behindert werden dürfe. Dies sei bei der B224 nicht gegeben.

Es erstaunt, dass die Umweltministerin so argumentiert, als sei sie für das Verkehrsministerium verantwortlich. Die Erhaltung einer intakten Umwelt als Ziel erwähnt sie an keiner Stelle. Ebenso wenig scheint sie am Schutz der menschlichen Gesundheit interessiert zu sein. Die wiederholt von uns vorgetragene Frage, warum in Dortmund die B1 Bestandteil der Umweltzone sein kann, die B224 aber nicht, ignoriert sie erneut völlig.

Bei schriftlichen Anfragen weicht die Umweltministerin Heinen-Esser (CDU) beharrlich aus, so dass wir auf anderen Wegen Antworten suchen. Aus diesem Grund haben wir Vertreter/innen ihres Ministeriums nach Gladbeck eingeladen, um ihnen eine öffentliche Gelegenheit zu geben, ihre ablehnende Begründung vorzutragen und sich der Kritik der Gladbecker Bürger/innen zu stellen.

Die Antwort des Umweltministeriums finden Sie hier. Und hier unsere Erwiderung.


(06.Juni 19) Ratssondersitzung Klimanotstand

Am kommenden Donnerstag, den 06. Juni 2019, findet um 15 Uhr im Rathaus eine Sondersitzung des Rates der Stadt Gladbeck statt.
Einziges Thema: Antrag der SPD und der Grünen zur Einführung eines „Klimanotstandes“ für Gladbeck.

Es wäre gut, wenn möglichst viele unserer Freunde und Mitglieder zur Sitzung kommen könnten.

mehr zum Thema lesen

Die Initiative ist aus Sicht des Bürgerforums grundsätzlich begrüßenswert. Denn es geht um die Überprüfung aller städtischen Entscheidungen auf ihre Klimaschädlichkeit. Mit Spannung kann aber erwartet werden, wie die Initiatoren den Spagat mit der im November 2015 beschlossenen „Begrüßung“ der A52 durch Gladbeck bewältigen wollen. Die damit vom Rat mit seiner Mehrheit von SPD und Grünen (!) herbeigeredete A52 durch Gladbeck wäre nämlich extrem klimaschädlich. Sie würde doppelt so viele Autos (die Straßenbauer schätzen 59.000 Fahrzeuge pro Tag) mit allen dazu gehörenden Klimagiften in die Stadt locken. Der Bau der A52 schon würde wegen seines großen Flächenbedarfs den dringend benötigten direkten Radweg nach Essen verhindern, die enormen Baukosten (ohne Teiltunnel nach Schätzungen des Bundes 300 Mio. Euro) für die gut 4 km lange Strecke würden Haushaltsmittel verschlingen, die im Sinne des nachhaltigen Klimaschutzes dringend für andere Verkehrsmaßnahmen ( Car Sharing, Verbesserung ÖPNV, Radnetzausbau) gebraucht werden. Zum Vergleich: der Bau des Radschnellweges von Duisburg nach Hamm mit 101 km Länge kostet „nur“ 100 Mio. Euro.

Wenn der Rat bei seiner A52-Entscheidung bliebe, könnte dies den eilig in die Welt gesetzten Klimanotstand schnell als unehrliche und geradezu scheinheilige Alibimaßnahme demaskieren. Wir Bürger müssen achtsam sein und uns erforderlichenfalls einmischen: Die Gladbecker Etablierten dürfen den Hype um kommunale „Klimanotstände“ nicht missbrauchen, um damit die mit „Fridays for Future“ endlich politisch aktiv werdende Jugend von ihren Aktionen abzuhalten, damit sie weiter so wurschteln können wie bisher. Eine etwa beabsichtigte Anschaffung von zwei E-Autos für die Stadtverwaltung wäre ein Witz gegenüber dem Klimaschaden der A52, den die Stadt verhindern könnte, wenn sie nur wollte!

end item

Kommunale Verantwortung für den Klimaschutz: ja gerne! Schädlichen Aktionismus sollten aber alle verantwortungsbewussten Bürger - die Alten wie die Jungen – nicht zulassen.


(16.Juli 19) Anders unterwegs sein

Das SWR Fernsehn zeigte am 16.7.19  Wie wollen wir leben? - Anders unterwegs sein

Jahrzehntelang war das Auto der Deutschen liebstes Kind. Stadtentwicklung hieß Straßenentwicklung. Lebensqualität maß sich an der Größe des Parkraums. Aber inzwischen quellen die Städte über von Verkehr, die Atemluft wird jährlich giftiger. Deshalb steuern immer mehr Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger dagegen: Sie versuchen, den Autoverkehr aus den Innenstädten zu drängen, fördern den öffentlichen Nahverkehr, bauen Radwege.
Reutlingen zum Beispiel will die Zahl der Buslinien verdoppeln und Radschnellwege bauen. Die Stadt erhält dafür als eine von bundesweit fünf Modellstädten Geld vom Staat. Und nutzt dabei die Erfahrungen europäischer Metropolen, die schon viel weiter sind. Zum Beispiel von Wien, das die Bus- und Bahntickets radikal verbilligt hat, oder von London, das eine City-Maut für die Fahrt in die Innenstadt kassiert, aber auch von Kopenhagen, das inzwischen mehr Rad- als Autofahrer zählt, oder von Oslo, wo immer mehr Autofahrerinnen und Autofahrer ein E-Mobil kaufen.
Die Dokumentation begleitet Familie Schneider aus Reutlingen: seit Jahren sind die Schneiders passionierte Bus-, Bahn- und Radfahrer, umweltbewusst und politisch aktiv. Außerdem stellt der Film europäischen Modelle vor, von denen Reutlingen lernen kann. "Anders unterwegs sein" - ein Film aus dem deutschen Südwesten mit Blick in die Welt.

Wiederholungen: 20.07.19-13:30 SR Fernsehn und 18.08.19-12:15 u. 23.08.19-10:15 tagesschau24
Siehe auch Plädoyer für eine bessere Mobilität.


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