(19.Nov 19) Hinweise zu Einwendungen A52

Wehren Sie sich gegen den Ausbau der B224 zur A52 durch:
Einwendungen gegen die Planunterlagen zum Abschnitt Süd der A52 (Stadtgebiet Bottrop)

sind schriftlich zu richten entweder an:
   Bezirksregierung Münster Domplatz 1–3, 48143 Münster
oder - schriftlich oder zur Niederschrift – an:
   Stadt Gladbeck, Willy Brandt-Platz 2, 45964 Gladbeck

Die Frist für den Eingang(!) der Einwendungen bei der Bezirksregierung oder die Abgabe bei der Stadt Gladbeck ist der 11.12.2019.

Achtung: Wer sicher sein will, dass seine schriftlich erhobene Einwendung nicht zu Unrecht als verspätet bewertet oder auf dem Postweg verloren gehen kann, sollte sie per Einschreiben mit Rückschein versenden.

Der Betreff lautet:
   Planfeststellung für den Neubau der Bundesautobahn 52
   Teil 01: AK Essen-Nord – südlich dem AK Essen/Gladbeck (Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck)

Eingangsformel:
Sehr geehrte Damen und Herren,
gegen die o.a. Planungen erhebe ich folgende Einwendungen:

. . . . Formulieren Sie ihre Einwendung „frei Schnauze“ und argumentieren Sie warum Sie persönlich keine A52 E‑BOT wollen (z.B. Wertverlust Haus, Zufahrt wird beeinträchtigt/Umwege, wirtschaftliche Einbußen, gesundheitlich betroffen durch Lärm Abgas Staub, Beeinträchtigung ihrer Lebensweise/Freizeit/Naherholung, ihre Radwege entfallen).
. . . . Namen, Adresse, Ort, Datum nicht vergessen.

Die Planunterlagen können von der Web-Seite der Bezirksregierung heruntergeladen werden: https://www.bezreg-muenster.de/de/service/bekanntmachungen/verfahren/planfeststellung_strasse/a52_essen_gladbeck/index.html  

Wichtiger Hinweis: gegen einen späteren Planfeststellungsbeschluss können sich Betroffene nur dann zu einem bestimmten Thema gerichtlich zur Wehr setzen, wenn sie dazu jetzt!!! eine Einwendung erhoben haben.

Für weitere Hilfestellungen bei der Einlegung von Einwendungen steht Mitgliedern des Bürgerforums Herr Matthias Raith, Tel.0171-2644018 zur Verfügung. Darüber hinaus hat das Bürgerforum Herrn Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, gebeten, ratsuchenden Betroffenen zur Seite zu stehen. Er ist mit dem Bauvorhaben A52 und dem laufenden Planfeststellungsverfahren im Einzelnen vertraut, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.02043-9575453.

s.a. Artikel dazu hier in unserem Dokumenten-Archiv.


(05.Okt 19) Mottbruchhalde Aktion erfolgreich: Windrad-Höhe real aufgezeigt

Mit einer spektakulären Aktion machte das Bürgerforum Gladbeck gemeinsam mit dem Aeroclub NRW am Samstag, den 05.10.1919, auf die erdrückenden optischen Auswirkungen des von Unternehmen der STEAG und des RWE2019 10 Halde WindradA (ELE) verfolgten Windradprojekts auf der Mottbruchhalde aufmerksam. In Gemeinschaftsarbeit platzierten die Vereine einen gelbleuchtenden Gasballon mit 3,7m Durchmesser exakt auf der Höhe der geplanten Windkraftanlage, also 200m über dem Standort auf dem Haldenplateau bzw. knapp 300m über dem Siedlungsbereich. Der Ballon wurde nach Eintritt der abendlichen Dunkelheit hell erleuchtet. Zahlreiche betroffene Braucker Anwohner verfolgten das Schauspiel sowohl am Kreisverkehr Horster Straße / Rossheidestraße als auch auf dem Haldenplateau mit großem Interesse. Obwohl es sich bei dem Ballon um einen im Verhältnis zum Mast und dem lärmend drehenden Rotor der riesigen Windkraftanlage sehr kleinen und ruhigen Gegenstand handelt, wurde dabei sehr eindrücklich klar, welche verheerenden optischen Beeinträchtigungen Hunderte von Braucker Bürgern durch die überdimensonierte Anlage zu erdulden hätten. Besonders in den Abendstunden machte die Ballonbeleuchtung die Höhe des ebenfalls im Dunkeln beleuchteten Windrades sichtbar. Die gesamte Region zwischen Gelsenkirchen-Horst, Gladbeck Mitte und Bottrop-Welheim konnte sich davon überzeugen, dass der Standort hoch oben auf der Halde und inmitten dicht bebauter Siedlungen nicht akzeptabel ist.
Aus Sicht des Aeroclubs, der den international bedeutsamen Startplatz für Gasballons auf der Ostseite der Halde am Wittringer Wald betreibt, machte die Aktion plastisch deutlich, dass bei den üblichen Winden aus westlichen und auch nördlichen Richtungen Starts mit Gasballons nicht mehr durchgeführt werden könnten, ohne Leib und Leben der Ballonfahrer und ihrer internationalen Gäste zu gefährden. Sollte das Windrad gebaut werden, müsste der mit viel Geld und Aufwand eingerichtete Startplatz wohl aufgegeben werden.
Nach den aus seiner Sicht nicht zielführenden Gesprächen mit den zuständigen Luftaufsichtsbehörden bereitet der Aeroclub eine Klage gegen den Genehmigungsbescheid des Recklinghäuser Landrats vor. Das Bürgerforum Gladbeck organisiert und finanziert bereits seit Monaten eigene Klagen und Abwehranträge gegen den vom Kreis ermöglichten Sofortvollzug für den Bau vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen.
Die Aktion der beiden Vereinigungen war luftfahrtrechtlich angemeldet. Auf die Einholung einer ausdrücklichen Zustimmung des Haldenbesitzers wurde jedoch verzichtet, um die Aktion, die im berechtigten Interesse vieler Menschen liegt, nicht zu stören.

s.a. Bericht in GLAzette, WAZ "Ballon-Guerilla gegen Windrad",StSp "Gladbeck: Ballon als Protest gegen geplantes Windrad auf der Mottbruchhalde"

Wir bitten Interressierte um tatkräftige Aktions-Unterstützung der „Haldenwelt“ und nicht zuletzt um finanzielle Zuwendung. Näheres dazu findet sich auf der Website Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Fotoreihe unten: Der gelbe Ballon (D=3,7m, 200m hoch) markiert die obere Flügelspitze, die zwichen 62 und 200m über der Halde rotiert.

Auf Mottbruchhalde am geplanten Windradstandort, Blick Richtung Bottrop (links Tetraeder) mit Windrad-Animation:
2019 10 05 Windrad 04b

für mehr Fotos auf <weiterlesen> klicken:


(02.Dez 19) PM: Wir fordern Tempo 50 auf der Gladbecker B224

2019 12 03 B224 Foto2Mit großer Entschlossenheit bekräftigt das Bürgerforum Gladbeck seine Forderung, die Höchstgeschwindigkeit auf der Gladbecker Ortsdurchfahrt der B224 dauerhaft von zurzeit 70 wieder auf 50 km/h zu reduzieren. Aktive des Vereins machten sich am 3. Dezember ein Bild von der Verkehrssituation: in der Morgendämmerung vor Schulbeginn, am Übergang für Radfahrer und Fußgänger an der Schützenstraße. Sie belegen jetzt ihre Erkenntnisse mit mehreren vor Ort geschossenen Fotos.
„Die Verhältnisse, die wir dort gesehen haben, waren beängstigend – eigentlich drastischer als es unsere Fotos zeigen können“, fasst Dr. Norbert Marißen vom Bürgerforum-Vorstand seine Eindrücke zusammen. „Hier werden Schulkinder und Erwachsene, Radfahrer und Fußgänger Tag für Tag erheblichen und vermeidbaren Gefahren ausgesetzt“. Es sei weder verständlich noch verantwortungsgerecht, dass die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung der seit Jahren immer wieder erhobenen Forderung zur Temporeduzierung nicht nachkämen.
Tatsache sei, dass an der B224 Kinder auf ihrem Schulweg im Dunkeln unmittelbar an den vorbeidonnernden Fahrzeugen auf grünes Ampellicht zu warten hätten (Foto 1). Die Aufstellfläche für Passanten sei so klein, dass in Stoßzeiten schnell ein hoch gefährliches Gedränge entsteht (Foto 2). Tatsache sei, dass schwere LKWs die langgestreckte Rechtskurve im Bereich der Schützenstraße in voller Fahrt mit minimalem Abstand vom Straßenrand und von den wartenden Fußgängern durchfahren (Foto 3). Ein LKW habe die Kurve sogar so geschnitten, dass er mit deutlichen Spuren von der Fahrbahn abgekommen sei (Foto 4). Und aus nicht verständlichen Gründen habe man die Leitplanke, die auch Passanten schützen könne, weit mehr als für den Übergang selbst erforderlich, abmontiert (Foto 5).
„Tut endlich was!“ ist die nachdrückliche Aufforderung des Bürgerforums an die für die Verkehrssicherheit zuständige Politik und Verwaltung. Dem Schutz von Sicherheit, Leben und Gesundheit der Menschen müsse, so das Bürgerforum, endlich eindeutig Vorrang vor einem nicht mehr zeitgemäßen Interesse am ungehinderten Fernverkehr durch die Gladbecker Innenstadt eingeräumt werden.


(17.Nov 19) Stopp des Windradbaus auf der Mottbruchhalde - Jetzt entscheidet das Oberverwaltungsgericht

Der Widerstand der Braucker Bürger gegen die vom Kreis Recklinghausen genehmigte Windenergieanlage auf der Mottbruchhalde tritt in eine entscheidende Phase. Ab sofort befasst sich das Oberverwaltungsgericht in Münster mit einem von Mitgliedern des Bürgerforums beantragten Eilverfahren, das auf den Stopp aller Baumaßnahmen gerichtet ist. Aus der Sicht der Betroffenen, der eingeschalteten Anwälte und des Bürgerforums trägt der vor kurzem ergangene Beschluss des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen, den Bau trotz erheblicher Bedenken vorläufig zuzulassen, den Belangen der Anwohner nicht in angemessener Weise Rechnung.

Nach Auffassung des Bürgerforums trägt der Braucker Widerstand indessen spätestens jetzt erste Früchte. Durch die an das OVG gerichteten Anträge steige die Wahrscheinlichkeit, dass die auf dem fast 100 m hohen Haldenplateau geplante, 200 m hohe Großanlage nicht kommen wird. Dafür spricht auch das Verhalten des Betreibers, einer in Essen ansässigen Projektgesellschaft der STEAG. Diese habe den zuständigen Behörden (Kreis /Stadt Gladbeck) die notwendigen Unterlagen für den Standsicherheitsnachweis bis heute noch nicht einmal vorgelegt. Außerdem habe das Unternehmen die von ihm erwartete Energieausbeute immer noch nicht bei der Strombörse in Leipzig angeboten, obwohl es im Genehmigungsverfahren behauptet hat, ein solches Angebot sei sofort nach Erteilung der (schon am 11. Februar 2019 erteilten) Genehmigung erforderlich. Offensichtlich machten die laufenden Verfahren, so das Bürgerforum, die prestigeträchtige, energiepolitisch aber wenig bedeutsame Einzelanlage für den Betreiber mehr und mehr zum wirtschaftlich unkalkulierbaren Risiko.

Mit den gegen die Genehmigung erhobenen, vom Bürgerforum unterstützten Klagen befasst sich - unabhängig von den jetzt eingeleiteten Verfahren beim Oberverwaltungsgericht - weiterhin das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Insgesamt geht das Bürgerforum davon aus, dass die Idee zur Errichtung einer Windkraftanlage den auf den Braucker Halden vorgesehenen Bürgerpark „Haldenwelt“ einschließlich seiner Einbeziehung in die Internationale Gartenausstellung 2027 nicht mehr lange gefährden kann.


(26.Nov 19) Schwelbrand Moltkehalde: Informationsabend der Stadtverwaltung am Dienstag 26.11.2019

Vor wenigen Tagen hat ein internes Gespräch bei der RAG Montan zur brennenden Moltkehalde stattgefunden. Wesentliche Inhalte und Ergebnisse (?)  sind im  Protokoll 12.11.19 festgehalten. Unser Eindruck: es sind noch viele Fragen offen, auf die die Betroffenen und überhaupt die Gladbecker Öffentlichkeit noch keinen belastbaren Antworten bekommen haben. Insbesondere ist die Frage offen, ob die Halde eine Gefahr für Menschen und Umwelt darstellt.
Die Stadtverwaltung hat zu einem Informationsgespräch zur Moltkehalde eingeladen, zu dem auch Vertreter der Ruhrkohle Montan und der Bergaufsicht eingeladen sind. Siehe auch Artikel Gladbecker WAZ "Brennende Moltkehalde: Stadt lädt zu Infoveranstaltung".

Termin: Dienstag, 26.11.2019, 18:00 im Bildungs- und Begegnungszentrum Brauck, Roßheidestr. 40

Bitte an alle: Besuchen Sie die Veranstaltung. Mischen Sie sich ein. Machen Sie mit gezielten Fragen deutlich, dass der brennende Zustand der Halde und seine Auswirkungen für unsere Stadt und ihre Bürger nicht weiter ungeklärt bleiben kann, sondern so rasch wie möglich und endgültig gestoppt werden muss. Das Protokoll kann Ihnen dazu sicherlich einige Hinweise gebenn.


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