(09.Feb.22) Das Windkraftwerk braucht offenbar Werbung (Pressemitteilung)

Mit großer Pressegeste hat die Gladbeck-Wind GmbH letzte Woche bekannt gegeben, dass ihr Windkraftwerk auf der Mottbruchhalde in Betrieb gegangen ist. Wenn die Energieerzeugung gestartet ist, dann fragt sich das Bürgerforum warum sich dort seitdem nichts mehr dreht. Statt der geschönten Selbstdarstellung wären zutreffende Angaben besser gewesen.
Mit der Aussage, dass „Gladbeck-Wind“ eine Gladbecker Firma wäre, wiederholt der Projektleiter eine seit Jahren aufgestellte Behauptung. Richtig ist, dass diese GmbH beim Amtsgericht in Gelsenkirchen eingetragen ist. Die Firmenadresse liegt schon seit Mitte 2019 nicht mehr in Gladbeck, sondern lautet „Rüttenscheider Straße 1-3, 45128 Essen“ Wegen des Standortes des Windkraftwerkes auf der Mottbruchhalde wäre Gladbeck-Wind zwar trotzdem in Gladbeck steuerpflichtig, aber Steuern fallen regelmäßig bei Windkraftwerken erst nach vielen Jahren an. Die Anfangskosten der Anlagen sind stets sehr hoch und werden bei der Steuer in Abzug gebracht. Erfahrungen zeigen, dass in aller Regel im ersten Jahrzehnt keine Steuern aus dem Anlagenbetrieb gezahlt werden. Der Betreiber „Gladbeck-Wind GmbH“ besteht schon lange und hat auch während der letzten 10 Jahre keine Steuern gezahlt, denn er hat ausschließlich Verluste ausgewiesen. Siehe: northdata.de/Gladbeck-Wind+GmbH,+Essen/Amtsgericht+Gelsenkirchen+HRB+11475
Das Bürgerforum steht zum Ausbau der alternativen Energien. Aber nur weil der Ausbau von Windenergie ganz ohne Zweifel notwendig und gut ist, ist noch lange nicht jeder beliebige Standort für Windkraftwerke akzeptabel. An diesem Standort auf der Mottbruchhalde richtet das Windrad jedenfalls erheblichen Schaden in der Stadt an: Der geplante Bau eines Sportlerheims am Fuß des Haldengipfels ist wegen des Windrades bereits jetzt ausgeschlossen und die Umsetzung des vom Gladbecker Stadtrat beschlossenen Bebauungsplans für die Halde ist nicht mehr möglich. Der Regionalverband Ruhr (RVR) wird im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2027 die Mottbruchhalde nicht wie ursprünglich geplant zu einem zentralen Ort ausbauen. Die Bürger verlieren einen Erholungsort der Ruhe und werden statt dessen künftig von den Betriebsgeräuschen belästigt. Dass schon seit letztem Sommer der Betrieb sogar während der Nacht erlaubt ist hat der Betreiber bisher der Öffentlichkeit verschwiegen.
Das Bürgerforum hat sich immer für eine Nutzung der Halde durch die Bürger anstatt für Windenergie eingesetzt. Die Anwohner haben jahrzehntelang unter den Belastungen durch die Aufschüttung der Halde gelitten, dann müssten sie hinterher auch den Nutzen davon haben. Doch nun hat die Gladbeck-Wind das Landschaftsbauwerk okkupiert, obwohl diese Einzelanlage gar keinen nennenswerten Beitrag zur nationalen Energiewende leisten kann. Dazu bräuchte es vor allem große Mengen von Windenergieerzeugern Offshore und in Windparks sowie den großmaßstäblichen Ausbau der Photovoltaik.
Die Behauptung, dass das Windrad die Planungen der Internationalen Gartenausstellung 2027 nicht störend beeinflusst, wird immer wieder aufgestellt. Dass diese Behauptung falsch ist, hat sich bereits erwiesen! Es war in Planung, die Mottbruchhalde zu einem zentralen Bestandteil der IGA2027 zu machen und mit dieser Halde als Mittelpunkt noch Wittringen, die Moltkehalde, die Halden 22 und 19 und sogar die Tetraederhalde in Bottrop als großräumigen Bürgerpark zu erschließen. Es sollte für die Internationale Gartenausstellung ein zusammen hängendes Grüngebiet ausgebaut werden mit parkähnlicher Gestaltung und mit durchgehenden Wegeverbindungen, auch für den Radverkehr. In den ursprünglichen Plänen des RVR waren dafür über 15 Millionen € vorgesehen. Dabei hatte sich der RVR immer wieder vergewissert, dass er davon ausgehen konnte, dass die Mottbruchhalde kein Standort eines Windkraftwerkes würde. Als dann völlig überraschend klar wurde, dass doch eine Windenergieanlage gebaut wird, hat der RVR das Projekt endgültig gestrichen und durch ein Anderes ersetzt, das aber außerhalb von von Gladbeck liegt. So wurde eine Großchance für Gladbeck einem einzelnen, im Gesamtkonzept der Energiewende völlig bedeutungslosen Windkraftwerk geopfert. Ursache dieser rechtlich nach wie vor umstrittenen, rücksichtslosen Durchsetzung des Windradbaus, mit dem die Umsetzung aller demokratisch beschlossenen Pläne zur Nutzung der Halde verhindert wurde, kann nur ein grenzenloses Gewinnstreben der Bauherren gewesen sein. Profit vor Bürgerwohl! Das soll nun mit angeblichen Steuerzahlungen und dem vermeintlich wichtigen Beitrag zur Energiewende beschönigt werden. Das Bürgerforum bleibt bei seiner Kritik am Standort des Windkraftwerkes und hofft auf einen für Gladbeck positiven Ausgang der insgesamt noch laufenden acht Gerichtsverfahren.
Die Stadt versucht indes, aus anderen Fördertöpfen Geld für eine alternative Gestaltung der Halde zu bekommen. Auch wenn das gelingt, werden diese Gelder gewiss nicht den Umfang haben, wie es im Rahmen der IGA2027 ursprünglich vorgesehen war und bestimmt nicht für die angrenzenden Halden und Grüngebiete fließen. Das Bürgerforum wünscht der Stadt Gladbeck eine glückliche Hand beim Bemühen, die Mottbruchhalde rund um das Windkraftwerk aufzuhübschen. Ein paar Stiefmütterchen um die Anlage wären nicht schlecht……Dzum


(10.Jan.22) BUND Rechtsgutachten BWVP

BUND-Rechtsgutachten: Bundesverkehrswegeplan ist verfassungswidrig – neue Bundesregierung muss Fernstraßenbau sofort stoppen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) veröffentlichte am 7.10.21 ein von ihm in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten zum Bundesverkehrswegeplan. Es zeigt, dass sowohl der Fernstraßenbedarfsplan (Anlage zum Fernstraßenausbaugesetz vom 23.12.2016) als auch der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 die EU-rechtlichen Vorgaben zur Strategischen Umweltprüfung nicht erfüllen. Darüber hinaus beachten die Pläne die Belange des Klimaschutzes nicht entsprechend des Klimabeschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 23.04.2021 und sind deshalb unions- und verfassungsrechtswidrig.

Mehr Informationen auf BUND Homepage 
  Das Rechtsgutachten im Auftrag des BUND (PDF) 
  Eine Zusammenfassung des Rechtsgutachten (PDF) 


(10.Okt.17) Daten der Feinstaubmessgeräte

Eine Karte mit den aktuellen Gladbecker Feinstaub-/Lärm-Werten (Wert farbiges Sechseck u. 24Std),  sowie die Tages/Wochen/Monat/Jahrs-Grafiken (madavi.de) der Sensordaten sind per Link in der Tabelle aufrufbar:

   ID    esp8266
-Nr
Feinstaub
Karte
Feinstaub
PM 10, 2.5
Temperatur
Feuchte
Feinstaub-Karte:
1885
37707
1492670 GLA−Butendorf 
Lärmkarte
sds011
Staub
t,RH,p
Lärm
4039 579862 GLA−Butendorf sds011 t,RH
1887 1497121 GLA−Mitte sds011 t,RH,p
2672 16252999 GLA−Mitte sds011 t,RH,p
3141 2281326 Tst-GLA (nahe 1885) sds011 t,RH,p
3141 579909 GLA−West sds011 t,RH,p
3157 2524518  GLA−Rentfort sds011 t,RH,p
4041 580181 GLA−Rentfort sds011  t,RH,p
3167
51132
11732530 GLA−Süd-B224
Lärmkarte
sds011
Staub
t,RH,p
Lärm
4045 580224 GLA−Süd sds011 t,RH
58780 9903741 Mottbruchhalde
Lärmkarte
- t,RH
Lärm
3169
39685
11729221 GLA−Mitte 
Lärmkarte
sds011
Staub
t,RH,p
Lärm
3171 11727155 GLA−Mitte  sds011 t,RH,p
3175 11731361 GLA−Mitte  sds011 t,RH,p
4037 579421 GLA−Mitte  sds011  t,RH
3159 11725754 BO-WAT sds011  t,RH,p
3161 11724424 RE−Hochlarmark sds011 t,RH
7072 582961 (579672) Herten sds011 t,RH,p
3173 3635181 Raesfeld sds011 t,RH,p
4043 580200 GE-Resse  sds011 t,RH,p
6164 2962050 E-Nordviertel  sds011 t,RH
4047 581512(...12/2018)
9162527
Haminkeln
Lärmkarte
sds011
sds011

Staub
dht / bme
t,RH,p
Lärm
32082 581487 Lahr/Schwld sds011 t,RH,p
35612 6336562 Marl sds011 t,RH,p / bme

Um Überschreitungswerte interaktiv anzuzeigen: https://openmaps.online/noise/

Bem: Die Feuchte des dht22 Sensors driftet (um ~40%) ztw. gegen 100%, etwas besser bme280.
Lärm-Doku, etc. siehe: https://github.com/hbitter/DNMS , https://github.com/Franz4596/DNMS-FaH

Infos zur Luftqualität hier.
Die Messwerte können auch tageweise von archive.luftdaten.info  bzw. madavi.de als csv runtergeladen werden.
Alternative Karten: Feinstaub(rexfue.de)Lärm(rexfue.de), OpenSenseMap.org


(02.Mai.17) "Feinstaub-Messungen"

2017 05 19 FS KarteIn Gladbeck gibt es eine, in Essen vier LANUV Luftmessstationen. Um eine detailiertere Übersicht der Feinstaubbelstung zu erhalten, beteiligen wir uns an dem Aufbau einer flächendeckenden Feinstaubmessung des OK Lab Lab, und dem Ruhrmobil e.V. welche die offiziellen Mess­ergebnisse der LANUV ergänzen soll (z.Zt. sind 12 Sensoren in GLA auf der Feinstaub-Karte).

Feinstaub Sensor BausatzDazu wollen wir in Gladbeck und Umgebung möglichst viele Low-Cost (~35€) Messgeräte aufstellen. Das kleine Gerät misst zyklisch Feinstaub PM2,5/PM10, Luftfeuchte, Temperatur und sendet sie an einen Server des OK Lab der damit eine Feinstaub-Karte darstellt. Alle Daten sind anonym und als Diagramme und Werte frei zugänglich.
Dazu benötigen wir Ihre Unterstützung. Bitte Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wenn Sie einen Sensor aufstellen und/oder erwerben wollen. Wir bauen den Sensor für Sie und stellen ihn bei Ihnen auf. Für den Betrieb benötigt das Gerät nur einen WLAN-Zugang und ca. 2,50€ Strom/Jahr. Mehr Informationen hier (ppt)

Falls Sie mehr Informationen (ppt) Informationen haben wollen,  kommen Sie zu unseren Treffen oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Siehe auch WAZ "Ich mess' meinen Feinstaubmessung selber". Wie sich der Feinstaub im Laufe des Jahres 2015 entwickelt hat, hat der Spiegel in einer Animation dargestellt.

Beim Umweltbundesamt finden Sie die Luftschadstoffe als Karte und als Werte.

Bundes-Immissionsschutzgesetz 39. BImSchV Immissionsgrenzwerte: Feinstaub PM10 und Stickstoffoxid NO2
Die Jahresgrenzwerte für Stickstoffdioxid sind in einzelnen Ländern unterschiedlich: WHO/EU 40 µg/m³,  Schweiz 30 µg/m³,  BRD 80 µg/m³

Im Fernsehen wurden einige interessante Sendungen zur Luftqualität und deren Auswirkungen gesendet:
 - 2016-01-18 ZDF-Nano Feinstaubalarm-in-Stuttgart (mp4, 41MB)
 - 2016-04-08 ZDF-Nano Abgase (mp4, 39MB)
 - 2016-09-13 ZDF-heute Umwelthilfe-klagt-gegen-Duesseldorf (mp4, 3MB)
 - 2016-10-12 ZDF-Zoom Es-stinkt-Dicke-Luft-in-Deutschland (mp4, 41MB)
 - 2017-01-10 ARTE Dicke-Luft_Wenn-Staedte-ersticken (mp4, 348MB)
 - 2017-01-31 ZDF-heute Schmutzige-Luft-in-Deutschland (mp4, 6MB) 
 - 2017-02-01 ZDF-Volle-Kanne Stickstoffdioxid-Feinstaub_Dicke-Luft-in-Deutschland (mp4, 15MB)
 - 2017-02-27 ZDF-WISO Gesundheitsgefahren-durch-Autoabgsase (mp4, 8MB)
 - 2017-02-27 ZDF-WISO Dieselabgase-sind-Hauptverursacher-von-Stickoxid-Ueberschreitung (mp4, 3MB)
 - 2017-02-27 ZDF-WISO Wann-kommen-Luftreinheitspläne-in-NRW (mp4, 4MB)
 - 2017-08-09 ZDF-heute Stadtplaner-gegen-Luftverschmutzung (mp4, 4MB)
 - 2017-08-09 ZDF-heute Strategien-gegen-Luftverschmutzung (mp4, 4MB)
 - 2017-10-04 WDR Lokalzeit "Köln spendiert Bürgern 100 FeinstaubmessgeräteWDR-Nachrichten,  s.a. Köln:Saubere-Luft-für-Alle
 - 2017-11-30 WDR "Duisburger Bürger-Projekt gegen dicke Luft" s.a. WAZ, RP x
 - 2018-01-18 SWR-Betrifft "Gefährliche Abgase - Kampf um saubere Luft"
 - Themen zu Luftqualität im WDR
 - 2018-02-21 WDR-Markt "Dicke Luft in NRWs Städten: WDR misst Stickoxide in Düsseldorf 5:48min  |  Wie dreckig ist unsere Luft wirklich? 4:21min  |  Interaktive Karte: NOx-Messfahrt durch Düsseldorf  |  Mobile Stickoxid-Messung mit dem 'Mobilab' 05:26min"
 - 2018-02-21 ARD-Tagesschau "Drohende Fahrverbote: Studie zeigt Gefahren durch Diesel-Abgase"
 - 27.02.2018 WDR-Quarks&Co "Abgasalarm - Warum ein Dieselfahrverbot keine Lösung ist!" (45min) mit:
Was ist gefährlich an Diesel und Stickoxiden? | Was bringen Fahrverbote wirklich? | Gesundheitliche Auswirkungen von NOx | Wie entstehen Stickoxide? | Kann man schlechter Luft ausweichen? | Schlechte Luft – Was kann man tun? | Stickoxide bei menschlichen Versuchskaninchen | Warum „vorzeitige Todesfälle“ keine geeignete Einheit ist


Gründe gegen den Ausbau der B224 zur A52

Das Bürgerforum Gladbeck e.V. und weitere Organisationen setzen sich gegen den geplanten Ausbau der B224 zur A52 zum Wohle der Gladbecker Bürger ein.

- Stadtrat setzt sich über Bürgermeinung hinweg:

- Stadtrat setzt sich über Bürgermeinung hinweg:

Rathaus GLA

Der Rat der Stadt GLA hat sich mit dem Beschluss vom 26.Nov.2015 über die Meinung der Bürger hinweggesetzt und verwirft damit den Ratsbürgerentscheid von 2012. Das lassen wir uns nicht gefallen! Setzen Sie sich mit uns gegen die selbstherrlichen Machenschaften des Rathauses zur Wehr.

- Missverständnis, Unwahrheit oder Lüge?

Groschek und Rola2016 11 03 Ausschnitt Unterschr Vereinbarungnd haben uns in Wort und Tat einen 2,5km langen Tunel samt eines reduzirten Autobahnkreuzes A2/A52 (Unterflieger) in Aussicht gestellt. Laut BVWP 2030 ist aber nicht einmal ein kurzer Tunel (1,5km) sondern nur zwei Tunnelstücke und ein rießiger Überflieger vorgesehen. Also keine Verbesserung gegenüber Stand 2012, wie versprochen.

Als Belege zur Finanzierung gibt nur mündliche Ausssagen.

Die sogenannte "abgestimmte" Vereinbarung wurde nur von Land (Groschek) und Stadt (Roland), aber NICHT vom Bund unterzeichnet. Ist ein Vertrag mit fehlender Unterschrift rechtskräftig?

- Keine dritte Autobahn durch Gladbeck:

FotoKreuzA2 1Schild AB EndeFür das Bürgerforum Gladbeck e.V. stehen die Menschen, die hier leben eindeutig im Vordergrund aller Betrachtungen. Jede Planung zur Umgestaltung der B224 muss einen umfassenden Gesundheitsschutz der Bürger sowie den Erhalt und die Verbesserung der städtischen Verkehrsinfrastruktur zum Ziel haben. Investitionen in den Radverkehr und eine deutliche Verbesserung des ÖPNV sowie Konzepte zur Verkehrsvermeidung sind aus unserer Sicht gleichwertig mit zu betrachten. Für den Gesundheitsschutz bedeutet dies, dass in Gladbeck die geltenden europäischen Grenzwerte für Lärm, Feinstaub und Stickoxide eingehalten werden müssen. Alle Maßnahmen an der B224 müssen der Senkung dieser jetzt bereits zu hohen Belastungen dienen und dürfen nicht zu einer Verkehrszunahme innerhalb des städtischen Verkehrsnetzes führen. Die Bürgerforum Gladbeck e.V. betrachtet es als selbstverständlich, dass Ratsbeschlüsse, die vom Votum des Ratsbürgerentscheides gegen den Bau der A52 in Gladbeck abweichen, nur nach einer erneuten Befragung der Gladbecker Bürger mit deren Billigung möglich sein können. 

- In Gladbeck sind schon jetzt Lärm- und Schadstoffwerte zu hoch:

Schild LaermVerbot2016 02 28 MesstationDie A52 dient in erster Linie dem Fernverkehr mitten durch die Innenstadt auf der Trasse der heutigen B224. Eine A52 zieht erheblich mehr Verkehr durch die Stadt (von weniger als 40.000 auf 60.000 KFZ, davon von 4.500 LKW auf 12.000 LKWs, durch Gutachten bestätigt). Die Emissions-Messstelle Goethestraße/B224 belegt dass wir Gladbecker Bürger schon heute höher belastet sind als es europäische Gesetze zulassen. Kraftfahrzeugverkehr, Diesel und damit LKW tragen zum großen Teil gesundheitsschädlichen NO2 - Ausstoß bei.

- Ein Tunnel schützt nur wenige Bürger vor Lärm und Schadstoffen:

Der geplante kurze Tunnel reicht von der Phönixstraße bis zur Landstraße. LandstrAusfModell Die Landstraße, Ringeldorfer Straße, das Neubaugebiet Roter Turm, Schürenkamp, Agathastraße, Erlenstraße, Grabenstraße, Phönixstraße und der Brokamp werden nur unzureichend durch Schallschutzwände geschützt. An den Tunnelausfahrten treten die im Tunnel gesammelten Schadstoffe konzentriert aus. Ein- und ausfahrende Fahrzeuge erhöhen die Lärmemission zusätzlich. Die „Grüne Lunge“ Wittringen, Stadion, Wacker-Platz, Freibad Phönixstraße und der Brokamp werden noch zusätzlich durch den Verkehr der A2 mehr belastet. Die Grabensraße/Landstraße ist kaum in der Lage den städischen Mehrverkehr aufzunehmen. Bis zu 155.000 Fahrzeuge werden täglich das Autobahnkreuz passieren.

- Umweltzonen haben auf Autobahnen und Fernstraßen keine Geltung

UmweltzoneRuhrgebietSchildUmweltZoneEndeUmweltzonen wurden eingerichtet, um die Bürger vor Schadstoffen zu schützen. Gladbecks Süden ab Konrad-Adenauer-Allee, Europabrücke, Hegestraße und Hornstraße sind Umweltzone grün. A2 und B224 (A52) sind ausgenommen. In Stuttgart ist bereits ab 2017 ein Fahrverbot für den innerstädtischen Verkehr geplant. Zu Emmissionsminderung müssten dann Bürger ihr Auto stehen lassen, damit der Transitverkehr rollen kann?

- Mehr als 10 Jahre Bauzeit verursachen innerstädtisches Chaos

Kaum eine Baustelle wird in der geplanten Zeit abgeschlossen. Rammarbeiten, schwere Erdbewegungsmaschinen, Schwerlastfahrzeuge und Baumaschinen sorgen während der Bauarbeiten für Erschütterungen und zusätzlich für Lärm und Abgase. Schäden an Häusern sind nicht auszuschließen. Staus durch Autobahnbaustellen, meist in beide Richtungen, sind die Regel und sorgen zusätzlich für Schadstoffe, Lärm und Umleitungsverkehr. Die zur Verfügung stehende schmale Trasse der B224 auf Gladbecker Stadtgebiet wird zusätzlich für Chaos sorgen. Zwischen Aldi und den Gärten der Gartenstraße beträgt der Abstand (Brücke HorsterStr.) gerade mal ca. 36m. Alle innerstädtischen Brücken über die bisherige B224 müssen abgerissen werden. Innerstätischer Nord-Süd Verkehr wird während der Bauzeit zum Glücksspiel werden.

- Bedarfsumleitung U56 und U81 in Gegenrichtung

Schild BedarfsumleitungDie Umleitungen U56 und U81 in Gegenrichtung sind die Bedarfsumleitungen zwischen A52 Kreisverkehr Gelsenkirchen- Buer und der A2 Auffahrt Ellinghorst. Der gesamte Verkehr, auch Schwerlast- und Gefahrguttranporte werden in Höhe Stadtgrenze Buer-Gladbeck links in die Buersche Straße Richtung Innenstadt bis zum Kreisverkehr am Krankenhaus geleitet. Über Postallee, vorbei am Nordpark und Bahnhof West in die Hermannstraße führt die U56/U81 über die Bottroper Straße an der Rockwool vorbei in die Beisenstraße bis zur Auffahrt Ellinghorst. Eine Streckenführung über die Konrad- Adenauer- Allee ist durch die zu niedrige Eisenbahnbrücke nicht möglich.
Der B224-Verkehr von/zur HorsterStr, SteinStr, Goethestr, Schützenstr, Phönixstr/Wittringen wird nur noch über Anschluß Land/Grabenstr. und Südanschluß möglich sein. D.h. entweder bei Auf oder Abfahrt einmal durch die Stadt. 

- Die Zufahrt des Gewerbepark Brauck zur B224 fällt weg

GewebegebietBrauckEine Vielzahl Unternehmen im Gewerbepark Brauck sind auf Verkehr mit schweren Fahrzeugen, Maschinen oder schnelle Zufahrten für Rettungseinsätze angewiesen. Eine geplante Parallelersatzstraße (Bild) zur A52 mit ca. 4 km Umweg in Richtung Gladbeck, A2 und B224 führt dann bis in Höhe Ostermann Bottrop. Ausweichend bleiben dann für die Unternehmen nur noch verkehrsberuhigte innerstädtische Straßen wie die Roßheidestraße (Zone 30), Horster Straße (Schulen, Zone 30), Helmutstraße, Phönixstraße (Zone 40). Landstraße (Bild, Zone 30) wird zum städtischen Autobahnzubringer zur A52 Richtung Marl, d.h. nur 1 Auf/Ab-A52-Anschluß für GLA, die B224 wird Transit-Durchgangs-Autobahn. 

 

- Eine lebenswerte Stadt durch Verkehrsberuhigung der B224

Schild LKWVerbotWeltweit werden Fernverkehrsstraßen um dichtbesiedelte Lebensräume herumgeleitet (Beisp. Bad Oeynhausen, München, Stuttgart u.v.a.). Menschenschutz geht vor. Das Autobahnkreuz darf nicht gebaut werden. Wittringen, muss geschützt werden. Die Zufahrt zum Gewerbepark Brauck muss erhalten bleiben. Im ersten Schritt müssen Menschen durch Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A2, der B224 und LKW-Fahrverbot auf der B224 vor Schadstoffen und Lärm geschützt werden (Beisp. B224 in Essen, B1 in Dortmund). LaermkarteGLAGesetzliche Grenzwerte müssen eingehalten werden. Fernverkehr muss aus Innenstadt ferngehalten, die B224 mautpflichtig, Navigationssysteme umprogrammiert werden (Beisp. B1 Dortmund). Der Personennahverkehr im gesamten Ruhrgebiet muss deutlich verbessert werden, Fahrradtrassen müssen ausgebaut werden. Die B224-Ampeln dienen zur Stau-Vermeidung an der A2. Durch Rückbau der B224 zu einer Innenstadtstraße muss auch Gladbeck Ost wieder an die Innenstadt angebunden werden.

end faq

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