(05.Okt 19) Mottbruchhalde Aktion erfolgreich: Windrad-Höhe real aufgezeigt

Mit einer spektakulären Aktion machte das Bürgerforum Gladbeck gemeinsam mit dem Aeroclub NRW am Samstag, den 05.10.1919, auf die erdrückenden optischen Auswirkungen des von Unternehmen der STEAG und des RWE2019 10 Halde WindradA (ELE) verfolgten Windradprojekts auf der Mottbruchhalde aufmerksam. In Gemeinschaftsarbeit platzierten die Vereine einen gelbleuchtenden Gasballon mit 3,7m Durchmesser exakt auf der Höhe der geplanten Windkraftanlage, also 200m über dem Standort auf dem Haldenplateau bzw. knapp 300m über dem Siedlungsbereich. Der Ballon wurde nach Eintritt der abendlichen Dunkelheit hell erleuchtet. Zahlreiche betroffene Braucker Anwohner verfolgten das Schauspiel sowohl am Kreisverkehr Horster Straße / Rossheidestraße als auch auf dem Haldenplateau mit großem Interesse. Obwohl es sich bei dem Ballon um einen im Verhältnis zum Mast und dem lärmend drehenden Rotor der riesigen Windkraftanlage sehr kleinen und ruhigen Gegenstand handelt, wurde dabei sehr eindrücklich klar, welche verheerenden optischen Beeinträchtigungen Hunderte von Braucker Bürgern durch die überdimensonierte Anlage zu erdulden hätten. Besonders in den Abendstunden machte die Ballonbeleuchtung die Höhe des ebenfalls im Dunkeln beleuchteten Windrades sichtbar. Die gesamte Region zwischen Gelsenkirchen-Horst, Gladbeck Mitte und Bottrop-Welheim konnte sich davon überzeugen, dass der Standort hoch oben auf der Halde und inmitten dicht bebauter Siedlungen nicht akzeptabel ist.
Aus Sicht des Aeroclubs, der den international bedeutsamen Startplatz für Gasballons auf der Ostseite der Halde am Wittringer Wald betreibt, machte die Aktion plastisch deutlich, dass bei den üblichen Winden aus westlichen und auch nördlichen Richtungen Starts mit Gasballons nicht mehr durchgeführt werden könnten, ohne Leib und Leben der Ballonfahrer und ihrer internationalen Gäste zu gefährden. Sollte das Windrad gebaut werden, müsste der mit viel Geld und Aufwand eingerichtete Startplatz wohl aufgegeben werden.
Nach den aus seiner Sicht nicht zielführenden Gesprächen mit den zuständigen Luftaufsichtsbehörden bereitet der Aeroclub eine Klage gegen den Genehmigungsbescheid des Recklinghäuser Landrats vor. Das Bürgerforum Gladbeck organisiert und finanziert bereits seit Monaten eigene Klagen und Abwehranträge gegen den vom Kreis ermöglichten Sofortvollzug für den Bau vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen.
Die Aktion der beiden Vereinigungen war luftfahrtrechtlich angemeldet. Auf die Einholung einer ausdrücklichen Zustimmung des Haldenbesitzers wurde jedoch verzichtet, um die Aktion, die im berechtigten Interesse vieler Menschen liegt, nicht zu stören.

s.a. Bericht in GLAzette, WAZ "Ballon-Guerilla gegen Windrad",StSp "Gladbeck: Ballon als Protest gegen geplantes Windrad auf der Mottbruchhalde"

Wir bitten Interressierte um tatkräftige Aktions-Unterstützung der „Haldenwelt“ und nicht zuletzt um finanzielle Zuwendung. Näheres dazu findet sich auf der Website Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Fotoreihe unten: Der gelbe Ballon (D=3,7m, 200m hoch) markiert die obere Flügelspitze, die zwichen 62 und 200m über der Halde rotiert.

Auf Mottbruchhalde am geplanten Windradstandort, Blick Richtung Bottrop (links Tetraeder) mit Windrad-Animation:
2019 10 05 Windrad 04b

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(02.Dez 19) PM: Wir fordern Tempo 50 auf der Gladbecker B224

2019 12 03 B224 Foto2Mit großer Entschlossenheit bekräftigt das Bürgerforum Gladbeck seine Forderung, die Höchstgeschwindigkeit auf der Gladbecker Ortsdurchfahrt der B224 dauerhaft von zurzeit 70 wieder auf 50 km/h zu reduzieren. Aktive des Vereins machten sich am 3. Dezember ein Bild von der Verkehrssituation: in der Morgendämmerung vor Schulbeginn, am Übergang für Radfahrer und Fußgänger an der Schützenstraße. Sie belegen jetzt ihre Erkenntnisse mit mehreren vor Ort geschossenen Fotos.
„Die Verhältnisse, die wir dort gesehen haben, waren beängstigend – eigentlich drastischer als es unsere Fotos zeigen können“, fasst Dr. Norbert Marißen vom Bürgerforum-Vorstand seine Eindrücke zusammen. „Hier werden Schulkinder und Erwachsene, Radfahrer und Fußgänger Tag für Tag erheblichen und vermeidbaren Gefahren ausgesetzt“. Es sei weder verständlich noch verantwortungsgerecht, dass die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung der seit Jahren immer wieder erhobenen Forderung zur Temporeduzierung nicht nachkämen.
Tatsache sei, dass an der B224 Kinder auf ihrem Schulweg im Dunkeln unmittelbar an den vorbeidonnernden Fahrzeugen auf grünes Ampellicht zu warten hätten (Foto 1). Die Aufstellfläche für Passanten sei so klein, dass in Stoßzeiten schnell ein hoch gefährliches Gedränge entsteht (Foto 2). Tatsache sei, dass schwere LKWs die langgestreckte Rechtskurve im Bereich der Schützenstraße in voller Fahrt mit minimalem Abstand vom Straßenrand und von den wartenden Fußgängern durchfahren (Foto 3). Ein LKW habe die Kurve sogar so geschnitten, dass er mit deutlichen Spuren von der Fahrbahn abgekommen sei (Foto 4). Und aus nicht verständlichen Gründen habe man die Leitplanke, die auch Passanten schützen könne, weit mehr als für den Übergang selbst erforderlich, abmontiert (Foto 5).
„Tut endlich was!“ ist die nachdrückliche Aufforderung des Bürgerforums an die für die Verkehrssicherheit zuständige Politik und Verwaltung. Dem Schutz von Sicherheit, Leben und Gesundheit der Menschen müsse, so das Bürgerforum, endlich eindeutig Vorrang vor einem nicht mehr zeitgemäßen Interesse am ungehinderten Fernverkehr durch die Gladbecker Innenstadt eingeräumt werden.


(17.Nov 19) Stopp des Windradbaus auf der Mottbruchhalde - Jetzt entscheidet das Oberverwaltungsgericht

Der Widerstand der Braucker Bürger gegen die vom Kreis Recklinghausen genehmigte Windenergieanlage auf der Mottbruchhalde tritt in eine entscheidende Phase. Ab sofort befasst sich das Oberverwaltungsgericht in Münster mit einem von Mitgliedern des Bürgerforums beantragten Eilverfahren, das auf den Stopp aller Baumaßnahmen gerichtet ist. Aus der Sicht der Betroffenen, der eingeschalteten Anwälte und des Bürgerforums trägt der vor kurzem ergangene Beschluss des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen, den Bau trotz erheblicher Bedenken vorläufig zuzulassen, den Belangen der Anwohner nicht in angemessener Weise Rechnung.

Nach Auffassung des Bürgerforums trägt der Braucker Widerstand indessen spätestens jetzt erste Früchte. Durch die an das OVG gerichteten Anträge steige die Wahrscheinlichkeit, dass die auf dem fast 100 m hohen Haldenplateau geplante, 200 m hohe Großanlage nicht kommen wird. Dafür spricht auch das Verhalten des Betreibers, einer in Essen ansässigen Projektgesellschaft der STEAG. Diese habe den zuständigen Behörden (Kreis /Stadt Gladbeck) die notwendigen Unterlagen für den Standsicherheitsnachweis bis heute noch nicht einmal vorgelegt. Außerdem habe das Unternehmen die von ihm erwartete Energieausbeute immer noch nicht bei der Strombörse in Leipzig angeboten, obwohl es im Genehmigungsverfahren behauptet hat, ein solches Angebot sei sofort nach Erteilung der (schon am 11. Februar 2019 erteilten) Genehmigung erforderlich. Offensichtlich machten die laufenden Verfahren, so das Bürgerforum, die prestigeträchtige, energiepolitisch aber wenig bedeutsame Einzelanlage für den Betreiber mehr und mehr zum wirtschaftlich unkalkulierbaren Risiko.

Mit den gegen die Genehmigung erhobenen, vom Bürgerforum unterstützten Klagen befasst sich - unabhängig von den jetzt eingeleiteten Verfahren beim Oberverwaltungsgericht - weiterhin das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Insgesamt geht das Bürgerforum davon aus, dass die Idee zur Errichtung einer Windkraftanlage den auf den Braucker Halden vorgesehenen Bürgerpark „Haldenwelt“ einschließlich seiner Einbeziehung in die Internationale Gartenausstellung 2027 nicht mehr lange gefährden kann.


(26.Nov 19) Schwelbrand Moltkehalde: Informationsabend der Stadtverwaltung am Dienstag 26.11.2019

Vor wenigen Tagen hat ein internes Gespräch bei der RAG Montan zur brennenden Moltkehalde stattgefunden. Wesentliche Inhalte und Ergebnisse (?)  sind im  Protokoll 12.11.19 festgehalten. Unser Eindruck: es sind noch viele Fragen offen, auf die die Betroffenen und überhaupt die Gladbecker Öffentlichkeit noch keinen belastbaren Antworten bekommen haben. Insbesondere ist die Frage offen, ob die Halde eine Gefahr für Menschen und Umwelt darstellt.
Die Stadtverwaltung hat zu einem Informationsgespräch zur Moltkehalde eingeladen, zu dem auch Vertreter der Ruhrkohle Montan und der Bergaufsicht eingeladen sind. Siehe auch Artikel Gladbecker WAZ "Brennende Moltkehalde: Stadt lädt zu Infoveranstaltung".

Termin: Dienstag, 26.11.2019, 18:00 im Bildungs- und Begegnungszentrum Brauck, Roßheidestr. 40

Bitte an alle: Besuchen Sie die Veranstaltung. Mischen Sie sich ein. Machen Sie mit gezielten Fragen deutlich, dass der brennende Zustand der Halde und seine Auswirkungen für unsere Stadt und ihre Bürger nicht weiter ungeklärt bleiben kann, sondern so rasch wie möglich und endgültig gestoppt werden muss. Das Protokoll kann Ihnen dazu sicherlich einige Hinweise gebenn.


(30.Aug 19) RAG Antwort zu Schwelbrand auf der Moltke-Halde

Das an das Bürgerforum Gladbeck gerichtete, ausführliche Schreiben ist die Antwort auf die Forderung der Vereinigung, die Moltke-Halde zur definitiven Beseitigung des unterirdischen Brandherdes abzutragen. Die RAG Montan gibt darin einen detaillierten Sachstandsbericht, sie schildert ihre bisher unternommenen Schritte und umschreibt die möglichen Abhilfemaßnahmen, die nach weiteren, intensiven Prüfungen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden ergriffen werden können. Dazu gehört auch, so wird ausdrücklich bestätigt, dass ein Teilabtrag der Halde, den das Bürgerforum ins Gespräch gebracht hat, in Betracht gezogen werden könne. 

Bemerkenswert an dem Schreiben ist für das Bürgerforum nicht nur sein Inhalt sondern auch die in Wortlaut und Stil zum Ausdruck kommende, achtungsvolle Art, mit der das Unternehmen seine Verantwortung wahrnimmt und auf die Forderungen und Ängste der Gladbecker Bürger eingeht. Von dieser Art der Reaktion auf Kritik könne sich so manche öffentliche Stelle eine Scheibe abschneiden.

Noch besser sei es allerdings gewesen, wenn die RAG Montan auch auf den Verdacht eingegangen wäre, dass der Schwelbrand in der Halde auch die besonders gesundheitsgefährlichen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) ausgase. Das solle erforderlichenfalls aber jetzt in den Gesprächen geklärt werden, die das Unternehmen ausdrücklich angeboten hat. 

Links auf das Schreiben der RAG Montan (zugegangen 29.08.) und die Antwort des Bürgerforums darauf.

Presse: Wikipedia "brennende Halden"
 03.09.19 WAZ "Altlasten bei Ineos Phenol: Anwohner kritisieren Stillstand!"
 03.09.19 WAZ "Bürger fordern rasches Handeln der RAG"
 09.08.19 GLAzette "Bürgerforum: brennende Halde abtragen!"
 09.08.19 WAZ "Schwelbrand Buergerforum fordert Moltkehalde abzutragen"
 07.08.19 Linke "Schädliche Emissionen aus der Moltkehalde I in Gladbeck"
 02.08.19 Stadtspiegel "Schwelbrand in der Gladbecker Moltkehalde ist ein ungelöstes Problem"
 02.08.19 Stadtspiegel "RAG muss umfassend Information geben"
 01.08.18 WAZ "Bezirksregierung Arnsberg nennt Details zur Moltkehalde"
 30.07.19 WAZ "Umweltbelastung: RAG verweigert Details zur Moltkehalde"
 29.07.19 REL "GLA Schwelbrand an der Moltkehalde wird immer heisser"
 27.07.19 StadtSpiegel "Schwelbrand hält an"
 27.07.19 IKZ "brennende Moltkehalde sorgt Gladbecker Anwohner"
 24.07.19 WAZ "Schwelbrand in der Gladbecker Moltkehalde hat sich verstärkt"
 13.12.18 NRZ, WP "Grüner Berg mit heißem Kern: Moltkehalde brennt immer noch mit 260°C"
 22.03.05 Spiegel "Die glühenden Berge der Kohlereviere"


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