Beiträge des Bürgerforums

(23.Dez.15) Weihnachtsgrüße

Schön verpackte Weihnachtsgeschenke kann Ihnen das Bürgerforum Gladbeck nicht machen. Mit diesem Schreiben  können wir Ihnen aber wenigstens ein paar erfreuliche Botschaften ins Haus schicken. Wir möchten Ihnen über die Feiertage ein Stück Zuversicht dafür auf den Weg geben, dass der Schutz der Lebensqualität in Gladbeck bei uns in guten Händen ist und nicht durch eine neue Autobahn mitten durch die Stadt beschädigt wird.

(23.Mrz.15) Pressemitteilung:

Bürgerforum Gladbeck zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion B 90 / Grüne (als pdf)
Die Antwort der Bundesregierung bringt Klarheit in einem Punkt. Es gibt bis heute keine Planung für die A 52 durch Gladbeck. Dahin gehende Behauptungen vor dem Ratsbürgerentscheid entsprachen nur sehr bedingt der Wahrheit.
Verwirrend ist indessen die Aussage des Bundes, dass die geplante A 52 „eine verkehrswichtige Fernverkehrsachse“ sei. Die dazu notwendige Querung von Essen mit einem 7 km langen Tunnel unter der Stadt ist aber finanziell, bautechnisch, rechtlich und politisch nicht durchsetzbar. Die A52 nördlich von Essen wird damit ein Torso bleiben. Sie hat keine besondere Fernverkehrsbedeutung, zumal der Fernverkehr hier mit nur circa 5 km Umweg bestehende Autobahnen nutzen kann.
Im Widerspruch zu der jetzt behaupteten „Wichtigkeit“ steht auch, dass der Bund selbst in den vergangenen Jahren gezeigt hat, für wie unwichtig er die A52 hält. Er betreibt das Verfahren auf Bottroper Gebiet seit sechs Jahren nicht weiter, die Planung für die Querung von Gladbeck hat er trotz jahrelanger Diskussion in der Öffentlichkeit noch nicht einmal begonnen. Was bleibt, ist eine willkürliche Demonstration der Macht der staatlichen Straßenbauer gegenüber den Gladbecker Bürgern. Gemeinsam mit der Industrie wollen sie beweisen, dass man auch heute noch - unter Geringschätzung von Gesundheit und Umwelt zehntausender Menschen - eine Autobahnschneise quer durch eine Stadt schlagen kann.
Den Gladbeckern kann man nur raten, die Lehren aus der Antwort der Bundesregierung zu ziehen und sich auch weiterhin gemeinsam gegen den unnötigen Unsinn einer Autobahn quer durch die Stadt zur Wehr zu setzen. Dass die Bundesregierung auf die Fragen nach Alternativen mit keinem Wort eingegangen ist, spricht dabei Bände. Das zeigt, welch Geistes Kind die agierenden Politiker sind, und wie eng ihr Horizont nur auf neue Straßen gerichtet ist. Das zeigt aber auch, wo die Chancen für Gladbeck und die Region in Wahrheit liegen, nämlich in der Entwicklung und Durchsetzung menschengerechter, multimodaler Verkehrskonzepte. Die Gladbecker sollten hierzu auf der Basis des Ratsbürgerentscheids, der aktuel-len Beschlüsse des Rates und der sehr eindeutigen Stellungnahmen der Stadt im Planfeststellungs-verfahren geschlossen die Initiative ergreifen. Sonst ist zu befürchten, dass der heutige, unzumutbare Zustand der B224 die Entwicklungsfähigkeit der Stadt noch lange Jahre lähmen wird.
V.i.S.d. PrG: Matthias Raith


 (12.Mrz.15) Neues aus der Politik

Die Durchsetzung der A 52 durch die Stadt Gladbeck wird offenbar immer schwieriger. Der Streit eskaliert. Erstmals in der mehr als drei Jahrzehnte langen Auseinandersetzung um die heute aufgrund der geltenden Bestimmungen zum Schutz von Mensch und Umwelt kaum mehr realisierbare Autobahn befassen sich Bundestag und Bundesregierung offiziell mit den Details der Auseinandersetzungen vor Ort.

Basis ist die soeben veröffentlichte Kleine Anfrage der Fraktion der Grünen im Bundestag (siehe Anlage), mit der die Bundesregierung verpflichtet wird, offiziell Farbe zu ihren Bauabsichten zu bekennen, insbesondere aber zu den offensichtlichen Widersprüchen zwischen dem von ihr in Auftrag gegebenen Planfeststellungantrag und den Äußerungen bestimmter Politiker. Gefragt wird darüber hinaus, ob die Bundesregierung wirklich bereit ist, beim Bundestag die Bereitstellung von mehr als einer halben Milliarde Euro für einen Tunnel durch Gladbeck zur Verfügung zu beantragen.

Besonders bemerkenswert ist die Frage der Abgeordneten nach der Bereitschaft der Regierung, Maßnahmen mit vergleichbarem Verkehrseffekt, die preiswerter als der abschnittsweise Bau einer A 52 wären, in einen gezielten Diskurs mit den politischen Kräften im Land und den beteiligten Städten einzutreten (Ziff. 5 der Kleinen Anfrage). Das Eingehen auf den Vorschlag könnte endlich eine zeitnahe Beendigung der schlimmen Verkehrssituation auf der B 224 durch Gladbeck bedeuten.

Ein inoffizielles Gespräch von Gladbecker Politikern am 06.03.2015 ist dagegen allem Anschein nach ohne erkennbares Ergebnis geblieben. Bekannt wurde nur, dass man sich im September 2015 wieder treffen wolle. Teilnehmer haben außerdem berichtet, dass neben einem professionellen Lobbyisten, mit Diäten bezahlten Mandatsträgern und Bediensteten der Stadt Gladbeck auch ein ehrenamtlich tätiger Politiker anwesend gewesen sei, der für das Gespräch morgens bereits um 04.30 Uhr aufgestanden sei.  Außerdem wurden die Namen und Vornamen der beteiligten Beamten des Landes und des Bundes sowie ihre Besoldungsgruppen (B3, B 4) mitgeteilt. Von sachlichen Ergebnissen irgend einer Art wurde nicht berichtet, sondern eher gezielt davon abgelenkt.  Das ist verständlich. Denn konkludent mussten die Teilnehmer des Treffens zugestehen, dass es bislang keinerlei belastbare Planung für den Nordteil der Strecke gibt, so wie dies zum Gladbecker Ratsbürgerentscheid behauptet worden war.

Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerforum Gladbeck e.V.
Matthias Raith, Vorsitzender


(10.Mai.17) "Das Bürgerforum nimmt mit einem eigenen Team an der Aktion Stadtradeln teil"

Zum fünften Male ist Gladbeck (als Gemeinde in der Metropole Ruhr) beim Stadtradeln mit dabei - im Jahr 2017 feiert das Fahrrad noch dazu seinen 200. Geburtstag (s.a. Stadtspiegel, WAZ)

Schon in der Vergangenheit haben viele Mitglieder und FreundInnen des Bürgerforums diese Aktion unterstützt. In diesem Jahr haben wir uns entschlossen, es mit einem eigenen Team zu probieren, um uns auch auf diese Weise in der Stadtgesellschaft zu präsentieren.

 Melden Sie sich an unter: www.stadtradeln.de. Registrieren Sie sich, wenn Sie dies in der Vergangenheit noch nicht gemacht haben. Sie suchen dann als Gemeinde: "Gladbeck (in der Metropole Ruhr)"  und wählen als Team das Bürgerforum-Gladbeck aus.

Viel Spaß beim Radeln - vom 20.Mai bis zum 09.Juni 2017 zählen alle mit Ihrem Fahrrad zurückgelegten km für die Umwelt und als Zeichen für die Popularität und Sinnhaftigkeit des Fahrradfahrens -
ökologisch unbedenklich; platzsparend; langsam genug, um eine vergleichsweise geringe Gefahr im Straßenverkehr darzustellen - Rücksichtnahme auf andere VerkehrsteilnehmerInnen ist (trotzdem) Pflicht - und schnell genug, um den PKW bei der Mehrzahl der innerstädtischen Wege in Punkto Zeiteinsatz auszustechen, emissionsfrei und leise, schnell und effizient.

"Mit dem Fahrrad hat der Mensch die Evolution überholt" behauptete schon 1979 Hans-Erhard Lessing in Das Fahrradbuch (bei rororo erschienen, Reinbek) und stellt in einer Grafik anschaulich dar, dass es keine Fortbewegungsart für Tier und Mensch gibt, die dem Fahrrad an Effizienz (Energieeinsatz im Verhältnis zur zurückgelegten Strecke) gleich kommt.


(Apr 16) Online-Petition

Unterschreiben Sie auch die Online-Petition gegen die A52/A44 quer durch unsere dichtbesiedelte Region, die unsere Mitstreiter geschaltet haben.
Veranstaltungshinweise:
- Radtour zum Stopp des A 52-Weiterbaus am So,24.4.16 14:00, Start: Essen Willy-Brandt-Platz, Dauer 2,5...3 Std, ca.20 km.


(08.Mai.17) "Kommentar zu den Politikerantworten zu den dramatischen Unfallzahlen auf der B224"

Bürger fragen, Politiker antworten – oder auch nicht…

Im April hat das Bürgerforum eine Umfrage an die Landtagskandidaten geschickt, was sie gegen das DRAMATISCH hohe Unfallaufkommen auf der B224 in Gladbeck zu tun gedenken. Geantwortet haben SPD, CDU und Die Linke. Wie schon bei anderen Themen antwortet die grüne Kandidatin gar nicht.

Leider müssen wir feststellen, dass für alle drei die Überschrift zutrifft: Sie geben sich keine Mühe, auf die geschilderte Problematik konkret einzugehen Niemand macht brauchbare Vorschläge, wie die Höhe der Unfallzahlen (189 schwere Unfälle in 5 Jahren) reduziert werden kann. Und erst recht verspricht niemand, sich für geeignete Maßnahmen einzusetzen. Nicht einmal Tote und Schwerstverletzte scheinen die Politiker aufzurütteln, um jetzt Tempolimits o.ä. einzuführen, um Menschenleben zu schützen. Schade! Michael Hübner (SPD) unterstützt, was Bürgermeister Roland im Rat vorgeschlagen hat: ein eindeutiges Schild mit einem auffälligen Lichtsignal solle vor dem Stau warnen; für die Anbringung sei StraßenNRW zuständig. Offensichtlich ist diese Kosmetik für ihn eine ausreichende Maßnahme. Dr. Martin Lange (CDU) gibt dem BF zwar recht, dass man der Unfallhäufigkeit und –schwere entgegenwirken müsse. Gerade deswegen sieht er im Ausbau zur A52 eine Notwendigkeit und die ideale Strategie der Unfallvermeidung. Und als Sofortmaßnahme verweist er nur allgemein auf die generellen Möglichkeiten des Landes, an Bundesstraßen verkehrsberuhigende Maßnahmen zu ergreifen, scheinbar ohne nähere Kenntnis des an der B224 Machbaren und ohne Interesse daran, eine Initiative zu unterstützen. Ralf Michalowsky (Die Linke) antwortet mit dem Zitieren der „Erklärung der Kreisverbände DIE LINKE. Essen, Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen sowie der Fraktion DIE LINKE. im RVR“, die sich generell gegen den Ausbau der B224 zur A52 wendet, geht aber mit keinem Wort auf die Frage nach Sofortmaßnahmen gegen das aktuelle Unfallgeschehen ein.

 Hier finden Sie die Antworten: